Titelaufnahme

Titel
"Siehst denn du nix, daß das ä perverse Szene is!" Das Geschlechtliche in den Werken von Arnolt Bronnen
Weitere Titel
„Siehst denn du nix, daß das ä perverse Szene is!“ Sexual Aspects in the Works of Arnolt Bronnen
Verfasser/ VerfasserinJoham, Marlene Ulrike
Begutachter / BegutachterinMüller-Kampel, Beatrix
ErschienenGraz, 2019
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2019
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-139186 Persistent Identifier (URN)
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"Siehst denn du nix, daß das ä perverse Szene is!" Das Geschlechtliche in den Werken von Arnolt Bronnen [0.64 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Arnolt Bronnen (1895-1959) war ein österreichischer Autor, welcher seine Blütezeit in den 1920er-Jahren in der Berliner Theaterszene erlebte. Sein Name und seine Werke sind aufgrund dessen, dass er es wahrscheinlich wegen seiner ambivalenten politischen Einstellung nicht in den Kanon geschafft hat, weitgehend unbekannt. Die Literaturwissenschaft beschäftigte sich mit Leben und Werk Arnolt Bronnens erst ab Mitte der 1970er-Jahre, seit den späten 90er-Jahren ist die wissenschaftliche Rezeption weitgehend versiegt. Aufgrund der Thematisierung und Darstellung von sexuellen Tabuthemen wurde Bronnen in den 20er-Jahren zu einem Skandalautor. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Aspekte des Geschlechtlichen in Arnolt Bronnens Werken äußern und inwiefern er von seinen persönlichen Erlebnissen, seinem Umfeld und dem Sexualdiskurs zu Beginn des 20. Jahrhunderts (v.a. Otto Weininger, Richard von Krafft-Ebing und Sigmund Freud) bei der Gestaltung seiner Werke beeinflusst wurde. Um ein Grundgerüst für den Analyseteil zu schaffen, widmet sich der theoretische Teil der Arbeit der Darlegung des (literatur-)historischen Kontextes, des Sexualdiskurses sowie einer biographischen Skizze. Analysiert werden die Dramen "Recht auf Jugend", "Vatermord", "Die Exzesse", "Anarchie in Sillian" und "Katalaunische Schlacht" sowie die Prosa-Erzählung "Die Septembernovelle". Die Analyse erfolgt komparativ nach den Aspekten Misogynie und Leibfeindlichkeit, Homosexualität, Inzest und Ödipus-Komplex, Sadismus, Masochismus und Lustmord sowie (verdrängte) Sexualität als Ursprung des Wahnsinns. Die Ergebnisse der Analyse bestätigen die Annahme, dass sich äußere Einflüsse sowie eigene Erlebnisse des Autors in den Werken widerspiegeln.

Zusammenfassung (Englisch)

Arnolt Bronnen (1895-1959) was an Austrian author, who experienced his period of glory in Berlin during the 1920‘s. His name and works are not well known, which may be due to his ambivalent political affiliations and the fact that he is not part of the literary canon. The literary studies have paid attention to his life and works especially since the middle of the 1970s, but since the late 90s there have only been very few scientific examinations of Bronnens works. His depictions of sexual taboo subjects made Arnolt Bronnen a scandalous author during the 1920‘s. The thesis concentrates on the central question, how sexual aspects manifest themselves in Arnolt Bronnens works an how he has been influenced by his personal experiences, his background and the sexual discourse of the beginning of the 20th century (primarily Otto Weininger, Richard von Krafft-Ebing and Sigmund Freud). To make sure that there is a well-founded basis in foresight of the analysis, the theoretical part of the thesis deals with an elaboration of the literary and historical context, the sexual discourse and a biographical sketch. Content of the analysis are the dramatic plays Recht auf Jugend, Vatermord, Die Exzesse, Anarchie in Sillian and Katalaunische Schlacht as well as Die Septembernovelle, which is a work of prose. The comparative analysis occurs on the basis of the aspects misogyny and body hostility, homosexuality, incest and Oedipus complex, sadism, masochism and sexually motivated murder as well as (suppressed) sexuality as origin of madness. The results of the analysis confirm the assumption that external influences as well as the authors personal experiences are reflected in his works.

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