Titelaufnahme

Titel
Die österreichische Bio-Vermarktung im Wandel. Eine Analyse der Vermarktungsschienen Bio-Fachhandel und Lebensmitteleinzelhandel am Beispiel von Frischgemüse
Weitere Titel
Austrian organic commercialisation in flux. An analysis of the commercialisation channels of the organic food trade and food retailing with the example of fresh vegetables
Verfasser/ VerfasserinPruckmayr, Eva
Begutachter / BegutachterinErmann, Ulrich
ErschienenGraz, 2019
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2019
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-139081 Persistent Identifier (URN)
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Die österreichische Bio-Vermarktung im Wandel. Eine Analyse der Vermarktungsschienen Bio-Fachhandel und Lebensmitteleinzelhandel am Beispiel von Frischgemüse [5.33 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Bio-Boom in Österreich in den 1990er Jahren, der den Einstieg der großen Lebensmittelhandelsketten in die Bio-Vermarktung zur Folge hatte, hat zu einem Wandel der Bio-Branche geführt. Neben einer starken Professionalisierung der Branche, werden seither auch Konventionalisierungstendenzen, d.h. die Angleichung vieler Bereiche und Prozesse des Bio-Landbaus an die Strukturen der konventionellen Lebensmittelwirtschaft, sichtbarer. Die Situation für kleinere Bio-Vertriebsschienen hat sich durch die Vermarktung von biologischen Produkten über konventionelle Vertriebswege erschwert.Das Ziel dieser Masterarbeit ist, Konventionalisierungstendenzen in der Bio-Vermarktung und im Bio-Frischgemüseanbau aufzuzeigen. Die Arbeit beschreibt Unterschiede und Wechselwirkungen zwischen den zwei Vertriebsschienen Lebensmitteleinzelhandel und Bio-Fachhandel, erforscht Auswirkungen der Dominanz des Lebensmitteleinzelhandels auf Bio-FachhändlerInnen und zeigt Gegenmaßnahmen Letzterer auf. Im empirischen Teil wurden halbstrukturierte Leitfadeninterviews mit Bio-FachhändlerInnen, LebensmitteleinzelhändlerInnen und Bio-LandwirtInnen durchgeführt. Neue Erkenntnisse ergeben sich insbesondere aus den Erfahrungen der Bio-LandwirtInnen mit dem Lebensmitteleinzelhandel und dem Bio-Fachhandel.Im Bio-Frischgemüseanbau und in der Bio-Vermarktung werden Konventionalisierungstendenzen aufgezeigt, die ökologische, sozioökonomische, ethologische und ethisch-soziale Aspekte und die Produktqualität betreffen können. Die Vermarktung stellt jenen Bereich der Bio-Branche dar, der am stärksten von Konventionalisierung betroffen ist. Der steigende Bio-Anteil im Lebensmitteleinzelhandel hat positive und negative Auswirkungen auf den Bio-Fachhandel. Dieser reagiert auf die Herausforderungen, indem er „Bio-Plus“ anbietet. Das umfasst innovative Konzepte und Maßnahmen, die über den stationären Einzelhandel hinausgehen, um Kundschaft zu binden und sich im Bio-Massenmarkt abzuheben.

Zusammenfassung (Englisch)

The organic boom in Austria in the 1990s resulted in the entry of large food retail chains into organic marketing and led to a change of the whole organic sector. Besides growing professionalism of the organic sector, conventionalisation tendencies became more visible. Conventionalisation means that many fields and processes of organic farming have adjusted to structures of the conventional food industry. Due to the distribution of organic products via conventional distribution channels, smaller organic distributors face more difficult conditions. The aim of this master thesis is to show conventionalisation trends within organic commercialisation and organic vegetable cultivation. The thesis deals with differences and interactions between two organic distribution channels, food retailing and the organic food trade. The effects of the growing dominance of food retailing on organic specialised dealers and the measures taken by them to meet those challenges are investigated. The empirical part of this thesis is composed of semi-structured interviews with organic specialised dealers, food retailers and organic farmers. The organic farmers‘ perspective provided added value, due to their experiences with food retailing and the organic food trade.As part of the organic vegetable cultivation and organic commercialisation, many conventionalisation tendencies were shown that can affect ecological, socio-economic, ethological and ethical-social aspects and quality of products. Commercialisation is affected the most by conventionalisation within the organic sector. The growing proportion of organic products in food retailing has both positive and negative impacts on the organic food trade. Because of increasing competition the organic food trade faces challenges by offering „organic plus“. Due to innovative concepts and measures, that go beyond the permanent retail trade, organic specialised dealers try to retain customers and stand out from the organic mass market.

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