Titelaufnahme

Titel
Globalisierung des Islams
Weitere Titel
The Globalisation of Islam
Verfasser/ VerfasserinDohr, Erna Juana
Begutachter / BegutachterinKonrad, Helmut ; Prenner, Karl
ErschienenGraz, 2019
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Dissertation, 2019
Anmerkung
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Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-139025 Persistent Identifier (URN)
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Globalisierung des Islams [2.44 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Dissertation setzt sich mit dem Prozess der Globalisierung des Islam auseinander. Das Thema dieser Arbeit spannt sich von der vorislamischen Zeit bis zur Reconquista.Zu Beginn des Islam war es nur die Religion, die der Prophet Mohammed aufgrund der Offenbarungen, die ihm durch Erzengel Gabriel übermittelt wurden, verbreiten wollte. Nach seiner Flucht nach Medina wurde Mohammed als geistliches und politisches Oberhaupt der islamischen Glaubensgemeinschaft ein einflussreicher Mann und führte Expansionskriege.Nach dem Tod Mohammeds, 632, kam es zur konfessionellen Spaltung des Islam in „Schiiten“, Nachfolger des Propheten und „Sunniten“, die in der Mehrzahl waren und einen Kalifen aus dem Stamm der Quraish, dem mekkanischen Adel, anstrebten. Der Kampf zwischen „Sunniten“ und „Schiiten“ dauert bis heute an und bewirkte vor allem in den von Muslimen eroberten Gebieten einschneidende Veränderungen. Schon beim Tod Alis, des Vetters des Propheten und Mann seiner Tochter Fatima, 661, kann man feststellen, dass die Spaltung der islamischen Umma eine rein politische Ursache hatte. Im Ringen zwischen dem einflussreichen Clan der Umayyaden und den Nachkommen der Familie des Propheten ging es nicht um theologische Fragen, sondern nur um den Führungsanspruch und die Macht im neuen islamischen Reich. Der nordafrikanische Raum wurde endgültig in der Regierungszeit von Abd al-Malik, einem Umayyaden, erobert (685 705).Obwohl die Umayyaden die Macht verloren und die Dynastie der Abbasiden nachfolgte, gelang es einem Umayyaden, 756, ein Kalifat auf der Iberischen Halbinsel zu gründen, das über siebenhundert Jahre an der Macht blieb.Bewässerungstechniken und neue Anbauprodukte aus der Region von Euphrat und Tigris führten zu einer landwirtschaftlichen Revolution auf der Iberischen Halbinsel. Viele islamische Bauwerke im Mudejar Stil sind noch heute zu bewundern. Die Geschichte wurde vom Islam mitgeprägt.

Zusammenfassung (Englisch)

The present dissertation analyses the process of the globalisation of Islam with a special focus on the time period between the pre-Islamic era and the Reconquista.At the very beginning prophet Muhammad only wanted to spread the Islamic faith after receiving revelations from the archangel Gabriel. After migrating to Medina, Muhammad, however, developed a powerful position as the spiritual and political leader of the Islamic religious community and started expanding Islam by means of war. When Muhammad died in 632 the Muslim community was split into Shias followers of the prophets direct line and Sunnis the clear majority striving for a caliph from the Quraysh line, the nobility of Mecca. The conflict between Sunnis and Shias has lasted up to the present day and brought about fundamental changes in the areas conquered by the Muslims. Even at the time of Alis death in 661, who was the cousin of the phrophet and husband of his daughter Fatima, it can already be observed that the split of the Islamic Umma only had political reasons. The conflict between the powerful clan of the Umayyads and the direct descendants of the prophets family was not about theological issues, but about the claim to leadership and power in the newly being founded Islamic Empire. The north of Africa was finally conquered during the reign of the Umayyad Abd al-Malik (685-705).Even though the Umayyads lost power and the dynasty of the Abbasids started to take over, the Umayyads managed to establish a long-lasting caliphat on the Iberian Peninsula in 756, which survived for more than seven hundred years. Irrigation technology and new crop from the area of Euphrates and Tigris lead to a agricultural revolution on the Iberian Peninsula. Many Islamic buildings in the Mudéjar style can be still admired today. Thus, history has been shaped by its Islamic heritage.

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