Titelaufnahme

Titel
Zusammenhang zwischen der olfaktorischen und gustatorischen Wahrnehmung und dem psychischen Wohlbefinden im Kindesalter
Weitere Titel
Relationship between odor and taste perception and mental well-being during childhood
Verfasser/ VerfasserinBilsing, Carla
Begutachter / BegutachterinSchienle, Anne
ErschienenGraz, 2019
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2019
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-138824 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenhang zwischen der olfaktorischen und gustatorischen Wahrnehmung und dem psychischen Wohlbefinden im Kindesalter [1.97 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Studien belegen einen Zusammenhang zwischen Veränderungen der olfaktorischen Wahrnehmung und psychischen Störungen bei Erwachsenen. Auch Persönlichkeitseigenschaften wie Ekelempfindlichkeit sind mit dem Geruchssinn assoziiert. Befunde hinsichtlich dieser Beziehungen im Kindesalter sowie der Rolle des Geschmackssinns fehlen gänzlich. Um Erkenntnisse bezüglich des Zusammenhangs zwischen der olfaktorischen und gustatorischen Wahrnehmung und dem psychischen Wohlbefinden in der Kindheit zu erlangen, wurden 84 Kinder (42 Jungen, 41 Mädchen) im Alter von 7 bis 11 Jahren untersucht. Zur Überprüfung der sensorischen Fähigkeiten wurde ein olfaktorischer Diskriminationstest sowie ein gustatorischer Identifikationstest durchgeführt. Hinsichtlich des psychischen Wohlbefindens der Kinder wurde die Depressionsneigung, die Angststörungsneigung und die Ekelempfindlichkeit erhoben. Übereinstimmend mit den Ergebnissen von Erwachsenen zeigte sich ein negativer Zusammenhang zwischen der Depressionsneigung und der olfaktorischen Diskriminationsleistung. Des Weiteren wurde ein negativer Zusammenhang zwischen der Ekelempfindlichkeit und der Geruchsdiskriminations- und Geschmacksidentifikationsfähigkeit entdeckt. Hinsichtlich der Neigung zu Angststörungen waren nur die Panikstörung negativ und die Sozialphobie positiv mit der Geruchsleistung assoziiert. Diese Ergebnisse legen nah, dass es bereits im Kindesalter einen Zusammenhang zwischen der olfaktorischen und gustatorischen Wahrnehmung und dem psychischen Wohlbefinden gibt. Trotzdem bleibt diese Beziehung komplex und bedarf in Hinblick auf die Frage der Kausalität und zeitlichen Stabilität zusätzlicher Forschung.

Zusammenfassung (Englisch)

Studies with adults show a relationship between changes in odor perception and mental disorders. Additionally, personality traits such as disgust proneness are associated with the olfactory sense. However, there is no evidence for these findings during childhood as well as for the role of the gustatory sense. To gain further knowledge regarding the relationship between odor and taste perception and the mental well-being during childhood, 84 children (42 boys, 41 girls) between the ages of 7 and 11 were examined. To test sensory abilities, children completed both an olfactory discrimination test, and a gustatory identification test. To calibrate mental well-being, the tendency for depression, the tendency for anxiety, and disgust proneness was examined. Consistent with the results from adult tests, there was a negative relationship between the tendency for depression and the ability to discriminate between various olfactory stimuli. Furthermore, a negative link between disgust proneness and both olfactory discrimination and gustatory identification performance, was found. Concerning the tendency for anxiety and the relationship to olfactory performance, a negative association with panic disorder was found, while a positive association with social phobia was identified. These results imply that as early as childhood, there exists a connection between odor and taste perception and mental well-being during childhood. However, this relationship remains complex and greater research is required concerning causality and temporal stability.

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