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Title
Sprache, Recht, Identität : Lektionen aus dem zweisprachigen Kärnten und dreisprachigen Südtirol ; Perspektiven des Österreichischen Volksgruppenrechts / vorgelegt von Jürgen Pirker
Additional Titles
Language, rights, identity : lessons from bilingual Carinthia and trilingual South Tyrol ; perspectives for the Austrian laws on ethnic groups
AuthorPirker, Jürgen
CensorMarko, Josef ; Merli, Franz
Published2014
Description333 S. ; 30 cm : Zsfassung (1 Bl.)
Institutional NoteUniversität Graz, Dissertation, 2014
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
LanguageGerman
Bibl. ReferenceOeBB
Document typeDissertation (PhD)
Keywords (GND)Österreich / Ethnische Gruppe / Minderheitenrecht
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-137700 Persistent Identifier (URN)
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Sprache, Recht, Identität [2.76 mb]
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Abstract (German)

Die vorliegende Arbeit widmet sich Herausforderungen des Volksgruppenrechts am Beginn des 21. Jahrhunderts und zielt auf die Verbesserung des Minderheitenschutzes in Kärnten. Vor dem Hintergrund der historischen Entwicklung der Minderheitensituation verzahnt sie im ersten Teil Fragen des „klassischen“ Minderheitenschutzes mit einem Blick auf die Identitäten der betroffenen Minderheitenangehörigen und die Funktionalität ihrer Sprache. Sie beleuchtet ethnische Identifikationen, um zu zeigen, welche Rolle Ethnie und Sprache in individuellen und kollektiven Identitätskonstruktionen zukommt und welche Herausforderungen für den Minderheitenschutz in immer pluralistischeren Gesellschaften erwachsen. Zudem stellt sich die Frage nach der Funktionalität der Sprache im öffentlichen Leben als Element effektiven Minderheitenschutzes und der Entwicklung und Bedeutung von Zwei- und Mehrsprachigkeit in der Mehrheiten- Minderheitensituation. Auf dieser Grundlage entwickelt die Arbeit ein Modell, um den Minderheitenschutz an gegenwärtige Herausforderungen anzupassen. Es empfiehlt eine Kombination aus Minderheitenschutz und Sprachförderung und verbindet klassische Instrumente des Minderheitenschutzes mit einem darüber hinaus reichenden Schutz der Sprache und ihrer Förderung. Der zweite Teil der Arbeit analysiert die Umsetzung dieses Ansatzes und seiner Funktionen im geltenden Recht und bezieht aktuelle Vorschläge zur Reform des Volksgruppenrechts ein, um Perspektiven für das österreichische Volksgruppenrecht abzuleiten. Ein Vergleich mit Südtirol, das als „Erfolgsmodell“ des Minderheitenschutzes gilt, für das sich Österreich sehr engagiert hat und auf das sich auch Vertreter der Kärntner Slowenen immer wieder berufen, dient dazu, Besonderheiten der Kärntner Situation und seines Systems deutlicher zu sehen und Anregungen zu gewinnen.

Abstract (English)

The thesis deals with current challenges of minority protection and aims to improve minority protection in Carinthia (Austria). Within the first part it links historic research with sociological analyses of the minority situation and focuses on the identities of the people concerned. It explains the role of ethnicity and language in individual and collective concepts of identity to enlighten challenges for minority protection in pluralistic societies. Thereby it also outlines the functionality of language within the public sphere as an element of effective minority protection. On this basis the thesis suggests a combination of classic perspectives of minority protection with a further reaching protection of language and language promotion. The second part analyses the implementation of this model and its functions within the legal framework in Carinthia and takes into account current discussions on the reform of the Austrian minority law system (Volksgruppenrecht) to come up with perspectives. A comparison with the System in South Tyrol, which is often referred to as a “model of success”, is used to identify specific parameters of the Situation and System in Carinthia and to gain suggestions.

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