Titelaufnahme

Titel
Auswirkungen eines aversiven Geschmacks auf die Gehirnaktivierung übergewichtiger Frauen bei Betrachtung visueller Nahrungshinweisreize unter Beachtung des Einflusses der Belohnungs- und Bestrafungssensitivität
Weitere Titel
Effects of a bitter taste on the brain activation of obese women viewing visual food cues in additional consideration of sensitivity to reward and punishment
Verfasser/ VerfasserinGauselmann, Paula
Begutachter / BegutachterinSchienle, Anne
ErschienenGraz, 2019
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2019
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-138865 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Auswirkungen eines aversiven Geschmacks auf die Gehirnaktivierung übergewichtiger Frauen bei Betrachtung visueller Nahrungshinweisreize unter Beachtung des Einflusses der Belohnungs- und Bestrafungssensitivität [5.08 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Theorie: Die wachsende Verfügbarkeit fettiger Nahrung begünstigt ungesundes Essverhalten und Übergewicht. Studien zeigten, dass ein bitterer Geschmack bei Normalgewichtigen (NG) einen Einfluss auf die subjektive und neuronale Verarbeitung visueller Nahrungsreize hat. Ziel dieser Studie war es zu untersuchen, ob diesbezüglich Unterschiede gegenüber Übergewichtigen (ÜG) bestehen und inwieweit die Belohnungs- und Bestrafungssensitivität (BAS, BIS) dabei eine Rolle spielen.Methode: Getestet wurden 37 NG und 37 ÜG Frauen, welche an je zwei fMRT-Testungen teilnahmen. In randomisierter Reihenfolge wurde ihnen dabei einmal eine neutrale (Wasser) und einmal eine bittere Flüssigkeit (Wermut-Tee) verabreicht. Im Anschluss folgte eine Präsentation von 30 Gemüse- und 30 Süßspeisenbildern, welche hinsichtlich Valenz, Arousal und Appetit bewertet wurden. BIS- und BAS-Werte wurden mittels Online-Fragebogen erhoben. Ergebnisse: Hinsichtlich der Bilderbewertung konnte kein Unterschied festgestellt werden. Allerdings zeigten ÜG verglichen mit NG nach Verabreichung des bitteren Tees verringerte Aktivierung in fr. Operculum, Hippocampus, Amygdala, Accumbens und Pallidum. Zudem bestand innerhalb der NG-Gruppe die Tendenz eines negativen Zusammenhangs zwischen BAS-Werten und Aktivierung des fr. Operculums, innerhalb der ÜG-Gruppe ein positiver Zusammenhang zwischen BIS-Werten und Aktivierung in Insula, Accumbens und Pallidum. Fazit: Diese Studie liefert Hinweise darauf, dass ÜG verglichen mit NG Defizite bei der Integration multisensorischer Reize aufweisen, da die Bitter-Induktion keinen Einfluss auf die Gehirnaktivierung beim Betrachten der Süßspeisenbilder hatte. Jedoch zeigte sich, dass individuelle BIS- und BAS-Ausprägungen dabei von Bedeutung sind. Erhöhte BIS-Werte seitens ÜG Personen führen zu einer intensiveren Wahrnehmung der inkongruenten Stimuli. Demgegenüber zeigten belohnungssensitivere NG Tendenzen crossmodal-integrativer Defizite.

Zusammenfassung (Englisch)

Theory: The increasing availability of high calorie food cues encourages unhealthy eating behaviour and overweight. Concerning normal-weights (NW), it has already been shown that the subjective and neural processing of visual food cues can be modified by a bitter taste. In this context, the aim of this study was to investigate possible differences compared to overweight (OW) people and to explore whether the above mentioned processing mechanisms are influenced by individual differences in sensitivity to reward and punishment (BAS, BIS). Method: The sample consisted of 37 NW and 37 OW women, each participating in two fMRI measurements. Each time before entering the scanner, they were asked to rinse their mouth with a fluid once containing a neutral (water) and once a bitter taste (wormwood tea). This was followed by a presentation of 30 pictures of vegetables and 30 pictures of sweets, which were rated regarding valence, arousal and appetite. BIS/BAS-scores were gathered via online survey. Results: NW and OW did not differ in their food cue ratings. However, comparing tea to water, OW showed weaker activation in fr. operculum, hippocampus, amygdala, n. accumbens and pallidum. In addition, NW BAS-scores correlated negatively (tendencially) with activation of the fr. operculum, OW BIS-scores correlated positively with activation in insula, n. accumbens and pallidum. Conclusions: This study provides evidence that, compared to NW, OW have deficits in the integration of multisensory stimuli, as the induction of a bitter taste had no effect on brain activation when viewing the sweets. However, it has been shown that individual BIS/BAS-scores are important. Regarding OW women, increased BIS-values result in a more intense perception of the incongruent stimuli. In contrast, more reward-sensitive NW showed tendencies of crossmodal-integrative deficits.

Statistik
Das PDF-Dokument wurde 2 mal heruntergeladen.