Titelaufnahme

Titel
Auswirkungen einer gustatorischen Ekelinduktion auf die Verarbeitung visueller Nahrungsmittelreize bei übergewichtigen Frauen unter Beachtung des Einflusses nahrungsbezogener Ekelempfindlichkeit: Eine multisensorische fMRT-Studie
Weitere Titel
Effects of a gustatory disgust induction on the processing of visual food cues in overweight women with due consideration to the influence of food-related disgust proneness: A multisensory fMRI-study
Verfasser/ VerfasserinFlaßer, Nadine
Begutachter / BegutachterinSchienle, Anne
ErschienenGraz, 2019
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2019
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-138834 Persistent Identifier (URN)
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Auswirkungen einer gustatorischen Ekelinduktion auf die Verarbeitung visueller Nahrungsmittelreize bei übergewichtigen Frauen unter Beachtung des Einflusses nahrungsbezogener Ekelempfindlichkeit: Eine multisensorische fMRT-Studie [4.23 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die ständige Konfrontation mit Nahrungsmittelreizen (NMR) kann Überessen auslösen, weshalb immer mehr Menschen an Übergewicht leiden. Gustatorischer Ekel hatte ursprünglich die Funktion eines Warnindikators bei potenziell schädlicher Nahrung und hemmte dadurch Nahrungsaufnahme. Diese Studie untersuchte daher mögliche Effekte eines bitteren Nachgeschmacks (gustatorische Ekelinduktion) auf die Verarbeitung von visuellen NMR bei Übergewichtigen (ÜG) vs. Normalgewichtigen (NG). Von besonderem Interesse war zudem, inwiefern nahrungsbezogene Ekelempfindlichkeit (nEE) hierauf einen Einfluss hat. 37 weibliche ÜG und 37 weibliche NG nahmen dafür an dieser fMRT-Studie teil. Bilder von Süßspeisen und Gemüse wurden ihnen während der Aufzeichnung ihrer Gehirnaktivierung präsentiert, einmal in Kombination mit bitterem und einmal mit neutralem Nachgeschmack, in einem Messwiederholungsdesign. Die nEE wurde in einer Voruntersuchung erhoben. Mit bitterem (vs. neutralem) Nachgeschmack zeigten NG im Vergleich zu ÜG eine stärkere Aktivierung in Operculum, Accumbens, Amygdala, Hippocampus, Pallidum und Thalamus während dem Betrachten von Süßspeisen (vs. Gemüse). Des Weiteren hatte die nEE einen unterschiedlichen Einfluss bei NG und ÜG auf genannte neuronale Verarbeitung. Während die nEE der NG positiv mit der Aktivierung in Insula, DLPFC, mPFC, ACC, OFC, GTS, Thalamus und Cerebellum korrelierte, korrelierte die nEE der ÜG nur mit der Aktivierung im Pallidum positiv. Die Befunde dieser Studie deuten darauf hin, dass eine gustatorische Ekelinduktion bei NG einen größeren Einfluss auf die Verarbeitung von NMR hat als bei ÜG. NG scheinen den Widerspruch der beiden Reize, aufgrund einer erfolgreicheren multisensorischen Integration dieser, stärker wahrzunehmen. Eine höhere nEE scheint dies bei NG noch zu verstärken. Ein Zusammenspiel aus nEE und Gewichtsstatus scheint demnach relevant zu sein. Dennoch sind weitere Studien erforderlich, um genauere Schlüsse über dessen Bedeutung zu ziehen.

Zusammenfassung (Englisch)

The constant confrontation with food cues can trigger overeating, wherefore more and more people are suffering from overweight. Originally, gustatory disgust had the function of a warning indicator for potentially harmful nutriment and, as a consequence, inhibited food intake. Therefore, this study investigated possible effects of a bitter aftertaste (gustatory disgust induction) on the processing of visual food cues in overweight people (OW) vs. normal-weight people (NW). Furthermore, it was of special interest in what way food-related disgust proneness (FDP) has an influence on this. For this reason 37 female OW and 37 female NW participated in this fMRI-study. They were presented with images of sweet dishes and vegetables during the recording of their brain activation, once in combination with a bitter and once with a neutral aftertaste, in a retest design. FDP was surveyed in a pre-investigation. In the case of a bitter (vs. neutral) aftertaste, NW showed increased activation in operculum, accumbens, amygdala, hippocampus, pallidum and thalamus compared to OW during the viewing of sweet dishes (vs. vegetables). Furthermore, FDP had a different influence on NW and OW in the mentioned neural processing. While FDP of NW correlated positively with activation in insula, DLPFC, mPFC, ACC, OFC, GTS, thalamus and cerebellum, FDP of OW correlated positively only with activation in pallidum. The results of this research indicate that gustatory disgust induction in NW has a greater impact on the processing of food cues than it does on OW. NW seem to be more aware of the contradiction between the two stimuli because of a more successful multisensory integration of these. A higher FDP seems to reinforce this in NW. An interaction of FDP and weight status therefore seems to be relevant. Nevertheless, further studies are needed to draw more precise conclusions about the meaning of this.

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