Titelaufnahme

Titel
Untersuchung der gegenseitigen Beeinflussung der Politik in den sozialen Medien und der Medienberichterstattung in Österreich in Hinblick auf Themensetzung sowie Problem- und Lösungszuschreibung
Weitere Titel
Study of the mutual influence of politics in social media and media coverage in Austria with regard to emphasis of topics as well as problem definition and treatment recommendation
Verfasser/ VerfasserinHerzog, Manfred
Begutachter / BegutachterinWatzka, Carlos
ErschienenGraz, 2019
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2019
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-138749 Persistent Identifier (URN)
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Untersuchung der gegenseitigen Beeinflussung der Politik in den sozialen Medien und der Medienberichterstattung in Österreich in Hinblick auf Themensetzung sowie Problem- und Lösungszuschreibung [2.8 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Untersuchung ging der Frage nach, ob es der Politik mittels Veröffentlichungen in den sozialen Medien oder den führenden Printmedien Österreichs besser gelingt, die jeweils andere Seite in deren Themensetzung stärker zu beeinflussen. Des Weiteren sollte auch erfasst, werden, welche Problem- und Lösungsverantwortlichen die jeweiligen Seiten nennen. Die Überlegungen beruhen auf der Agenda-Setting Theorie (McCombs & Shaw 1972) und auf der Framing-Theorie, die mit einbezieht, welche Aspekte eines Themas als Problem präsentiert und welche Lösungen vorgeschlagen werden. Dabei sollte auch die Rolle rechtspopulistischer Politkommunikation in den sozialen Medien näher untersucht werden: Erwartet wurde, dass FPÖ und Strache mehr erfolgreiches Agenda-Setting bei Medien betreiben als andere Parteien und häufiger Zuwanderung als Problem nennen. Zur Beantwortung der Fragen wurde über den Zeitraum von 24 Tagen eine Inhaltsanalyse der Facebook-Einträge der wichtigsten Parteien und PolitikerInnen, sowie ausgewählter Tageszeitungen Österreichs durchgeführt. Erfasst wurde, wie viele Aussagen zu bestimmten Themen pro Tag veröffentlicht wurden. Zusätzlich dazu wurde für ein Thema erhoben, wie oft die Quellen bestimmte Gruppen als Problem- bzw. Lösungsverantwortliche nannten. Es konnte kein Einfluss der Medien- auf die Politagenda nachgewiesen werden. Abseits der NEOS, bei denen ein signifikanter Beitrag zur Medienagenda nachgewiesen werden konnte, blieb auch der Einfluss der Politik auf die Medien gering. Die Politagenda war als Ganzes nicht in der Lage, zur Erklärung der thematischen Zusammensetzung der Medienagenda beizutragen. Ein Ergebnis der Untersuchung war, dass sich bei Beschränkung auf das Thema Einwanderung ein Einfluss von FPÖ und Strache auf die Medienagenda nachweisen ließ. Die Auswertungen zu den von Politik und Medien identifizierten Problemen und Lösungen beim Thema Einwanderung bestätigen auch die vermutete populistische Kommunikationsstruktur von FPÖ und Strache.

Zusammenfassung (Englisch)

The study addressed the question of whether politics, through postings on social media, or the leading print media in Austria better manage to influence the other side in their agenda setting. Furthermore, it should also be measured which problem definitions and treatment recommendations were stated by the respective sources. These considerations were based on the agenda-setting theory (McCombs & Shaw 1972) and the framing theory, which considers which aspects of a topic are presented as a problem and which treatment recommendations are proposed. At the same time, the role of right-wing populist political communication in social media should be examined in more detail: It was expected that the FPÖ and their party leader Strache would achieve more successful agenda-setting in the media than other parties and that they also would more often call immigration a problem. In order to answer these questions, a content analysis of the Facebook entries of the most important parties and politicians as well as selected daily newspapers of Austria was carried out over a period of 24 days. It was recorded how many statements were published on specific topics per day. In addition, for one topic It was measured how often the sources called certain groups a part of the problem or responsible for the solution. No influence of the media on the political agenda could be proven. Apart from the party NEOS, for which a significant contribution to the media agenda could be demonstrated, the influence of politics on the media remained weak. The political agenda as a whole was unable to contribute to the explanation of the thematic composition of the media agenda. One result of the study was that, when restricted to the topic of immigration, an influence of the FPÖ and Strache on the media agenda could be demonstrated. Evaluation of the problems and solutions identified by politics and the media on immigration also confirm the assumed populist communication structure of the FPÖ and Strache.

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