Titelaufnahme

Titel
P. Amand Baumgarten (18191882). Der Nachlass des Kremsmünsterer Paters als Zeugnis einer frühen oberösterreichischen Volkskunde.
Weitere Titel
P. Amand Baumgarten (18191882). The literary estate of a Father from Kremsmünster Abbey as an example of early Upper Austrian folklore studies.
Verfasser/ VerfasserinErlenbusch, Lisa
Begutachter / BegutachterinPöttler, Burkhard
ErschienenGraz, 2019
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2019
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-139191 Persistent Identifier (URN)
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P. Amand Baumgarten (18191882). Der Nachlass des Kremsmünsterer Paters als Zeugnis einer frühen oberösterreichischen Volkskunde. [1.78 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Vielnamenfach Europäische Ethnologie/Kulturanthropologie/Volkskunde/Empirische Kulturwissenschaft dient die Erforschung von Archivalien zumeist dazu, um Einblicke in vergangene Lebenswelten oder Biographien zu gewinnen und die Historizität der Alltagskultur aufzuzeigen. Der hier untersuchte Nachlass des P. Amand Baumgarten befindet sich im Benediktinerstift Kremsmünster in Oberösterreich. Baumgarten hat (unter anderem) volkskundliches Material gesammelt ein Sammlungsschwerpunkt, der für das 19. Jahrhundert nicht unüblich ist. Was die Sammlung jedoch besonders macht, sind ihre Dichte, ihr Anspruch auf erschöpfende Darstellung und nicht zuletzt ihr Umfang von nicht weniger als 29 Archivschachteln. Da eine Untersuchung des gesamten Bestandes den Rahmen einer Masterarbeit freilich sprengen würde, wird der Fokus auf Baumgartens Beantwortung des Zirkulars zu den mythischen Gebräuchen beim Ackerbau gelegt, das der Mythologe und frühe Volkskundler Wilhelm Mannhardt 1865 in ganz Europa versandte gleichzeitig die erste große Fragebogenaktion in der Volkskunde.Die Arbeit skizziert zunächst die Biographie Baumgartens und geht weiters auf das Sammeln im 18. und 19. Jahrhundert ein, um das Schaffen des Kremsmünsterer Paters einzubetten und zu kontextualisieren. Dabei wird insbesondere auf sammelnde Personen, Schriftgut als Sammelobjekt und Sammeln im Kloster eingegangen. Ein Überblick über frühe statistische Erhebungen verdeutlicht den Stellenwert von Mannhardts Umfrage, die ebenfalls näher vorgestellt wird. Den Kern der Arbeit bildet die eingehende Untersuchung von Baumgartens Bearbeitung des Zirkulars. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Baumgartens Arbeit einzuordnen ist, welcher Quellen er sich bei der Beantwortung bedient hat und welche Rückschlüsse sich daraus auf seine Person und Arbeitsweise ziehen lassen. Die geschilderten Bräuche stehen dabei nicht im Zentrum des Interesses, sondern Baumgarten als früher Volkskundler und außerordentliche Sammlerpersönlichkeit.

Zusammenfassung (Englisch)

In Cultural and Social Anthropology and European Ethnology, the examination of archival documents often serves to provide an insight into past worlds of living or biographies and to demonstrate the historicity of everyday culture. The literary estate of Pater Amand Baumgarten is kept in the Benedictine monastery of Kremsmünster in Upper Austria. Baumgarten has collected (among other things) folkloric records, which per se is not unusual in the 19th century. But, indeed, his collection is a special one due to its density, attention to detail and general scope of no less than about 29 boxes. Since an examination of all materials would be far too extensive for a masters thesis, the focus lies on Baumgartens answers to the circular on mythical rites in farming and harvesting which was sent out throughout Europe by the mythologist and folklorist Wilhelm Mannhardt in 1865. Coincidentally, this is also considered to be the first major questionnaire campaign in folklore studies. First, the thesis outlines the biography of Baumgarten and goes on to address collecting in the 18th and 19th century in order to embed and contextualize the works of the Father from Kremsmünster. In particular, different types of collectors, written documents as collected objects and collecting in monasteries will be dealt with. An overview of early statistical surveys illustrates the importance of Mannhardts questionnaire, which is also presented in more detail. The core of the masters thesis is a detailed examination of Baumgartens response to the circular. It strives to answer several questions: How is Baumgartens work to be classified? Which sources are used for his answers and which conclusions can be drawn from this to his personality and working methods? The described rites are not in the centre of interest, but Baumgarten as an early folklorist and collector extraordinaire.

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