Titelaufnahme

Titel
Kunst heilt Medizin? Anstöße aus dem Ästhetikdiskurs zum Verständnis von Schönheit in Praktiken der wunscherfüllenden Medizin
Weitere Titel
Art heals Medicine? Impulses from the aesthetic discourse for the understanding of beauty in practices of desire-fulfilling medicine
Verfasser/ VerfasserinWechselauer, Eva
Begutachter / BegutachterinRuckenbauer, Hans-Walter
ErschienenGraz, 2019
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2019
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-139063 Persistent Identifier (URN)
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Kunst heilt Medizin? Anstöße aus dem Ästhetikdiskurs zum Verständnis von Schönheit in Praktiken der wunscherfüllenden Medizin [0.89 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Darstellung der aktuellen Situation der ästhetischen Chirurgie spiegelt wider, dass besonders für Menschen mit von der Norm abweichenden Aussehen sozialer Druck entsteht, den Körper zu optimieren. Die Idee der Selbstverantwortlichkeit verstärkt diesen Druck. In dieser Arbeit wird das Verständnis von Schönheit in unserer Gesellschaft analysiert und hinterfragt. Den Ausschlag für diese Auseinandersetzung gab die Beobachtung, dass der heute medial vermittelte Schönheitsbegriff formal definiert und einseitig ist. Chirurgische Praktiken zur Verbesserung des Aussehens fordern besonders die Medizinethik heraus, sich mit der Legitimität eines eng gefassten Schönheitsverständnis zu beschäftigen. Schönheit ist zunehmend kein Thema der Geisteswissenschaft, sondern Gegenstand naturwissenschaftlicher oder psychologischer Untersuchungen. Dies wird in dieser Arbeit kritisch reflektiert. Es wird eine Verbindung zwischen Philosophie, Kunst und Medizin hergestellt und aufgezeigt, dass es einen Mehrwert der Zugangsweisen von Kunst und Philosophie zum Thema Schönheit gibt. Es ist ein junges Phänomen, Schönheit in erster Linie auf den Körper zu beziehen. In der Antike wurde Schönheit als Zugang zum ewig Seienden verstanden (Vgl. Platon) und mit dem Guten und Wahren in Verbindung gebracht. Schönheit kann nie ohne Rücksicht auf den Inhalt wahrgenommen werden. Besonders Menschen begegnen uns inmitten unseres Lebenskontextes. Schönheit ist dabei nicht nur, was uns ohne Interesse wohlgefällt (Vgl. Kant), sondern was durch ästhetische oder ursprüngliche Erfahrung (Vgl. Pöltner) wahrgenommen wird. Insbesondere durch die Kunst können ästhetische Erfahrungen verursacht werden. In der Arbeit vorgestellte Projekte wie der Dokumentarfilm „Embrace“ (2016), der Spielfilm „Wonder“ (2017) und offene, interaktive Kunstformen, reflektieren unser ganzheitliches Schönheitsurteilen und machen darauf aufmerksam, dass auch schön sein kann, wer von Normen abweicht.

Zusammenfassung (Englisch)

If we have a glance at the current situation of aesthetic surgery we can see, that especially people whose appearance differs from the norms are disadvantaged. The idea of self-responsibility enforced the pressure of body-optimization. This master-thesis questions and analyses the understanding of beauty connected to the body in our society. The observation of our formal and one-sided definition of beauty visible in the media effected the involvement with this topic. Using aesthetic surgery to improve the appearance, challenges medical ethics to engage with the question of how appropriate a narrow term of beauty is. Increasingly, beauty is not a topic of humanities and philosophy but of natural science and psychology. To reflect about this approach is the task of this master thesis. A connection is drawn between philosophy, art and medicine to show, that there is a benefit of the methods of art and philosophy to extend the perception of beauty not only within the field of medicine. The history of philosophy in search for a new definition of the term beauty depicts, that it is new to talk about beauty related to the body. In ancient times, beauty was considered to be an access to the eternal entity (Plato) and was connected to what is good and true. Such approaches from the past express, that we cannot perceive beauty without content. Nowadays researches about attractive bodies might cause us thinking like this. Especially encounters with other humans take place in the middle of our everyday lives. Beauty is nothing delightful without interest (Kant) but perceived as an aesthetic or original experience. Art is especially suitable to cause this kind of experiences. Projects like the documentary film „Embrace“ or the movie „Wonder“ or open, interactive art works do support judgements about beauty based on wholeness. They bring to awareness, that beauty is more than what is conform to the norms.

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