Titelaufnahme

Titel
"Shared is not mixed" - Eine Analyse der Außenkompetenzen der EU anhand der Rs. C-399/12 und C-600/14
Weitere Titel
"Shared is not mixed" - An analysis of the EU's external competences based on C-399/12 and C-600/14
Verfasser/ VerfasserinSüss, Isabel Rebecca
Begutachter / BegutachterinIsak, Hubert
ErschienenGraz, 2019
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2019
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-139050 Persistent Identifier (URN)
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"Shared is not mixed" - Eine Analyse der Außenkompetenzen der EU anhand der Rs. C-399/12 und C-600/14 [1.63 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Ausgangspunkt für diese Diplomarbeit findet sich in zwei Entscheidungen des EuGH betreffend die Außenkompetenzen der EU. Die Entscheidungen Rs C-399/12 OIV und Rs C-600/14 OTIF setzen sich mit der Anwendung der zweiten Variante des Art 218 (9) AEUV im Rahmen von geteilten Unionszuständigkeiten auseinander. Die Entscheidung Rs C-399/12 OIV betraf den Fall einer internationalen Organisation, in der 21 Mitgliedstaaten der EU Mitglied sind, nicht aber die EU selbst. Dennoch legte der Rat auf Vorschlag der Kommission einen im Namen der Europäischen Union zu vertretenden Standpunkt in Bezug auf Resolutionen fest, die im Rahmen der Organisation für Rebe und Wein (OIV) angenommen werden sollten. Die Bundesrepublik Deutschland hielt Art 218 (9) AEUV, mangels einer Mitgliedschaft der Union in der OIV, für nicht anwendbar.Im Gegensatz dazu war die Union in der Rs C-600/14 OTIF zwar Mitglied der Zwischenstaatlichen Organisation für den internationalen Eisenbahnverkehr (OTIF), die Union hatte aber ihre (geteilte) Zuständigkeit noch nicht nach innen ausgeübt, als der Rat, anlässlich der Änderung des Übereinkommens über den internationalen Eisenbahnverkehr (COTIF), die im Namen der Europäischen Union zu vertretenden Standpunkte festlegte. Die Bundesrepublik Deutschland sah daher, mangels einer Unionszuständigkeit, den Grundsatz der begrenzten Einzelermächtigung verletzt. Ziel der Arbeit ist es, Aufschluss über den Anwendungsbereich des Art 218 (9) AEUV zu geben. Darüber hinaus werden anhand der zitierten Rechtsprechung die Möglichkeiten der Ausübung einer geteilten auswärtigen Zuständigkeit durch die Union aufgezeigt und erläutert, warum „shared“ nicht mit „mixed“ gleichzusetzen ist. Dazu wird zunächst ein Überblick über die Rechtsgrundlagen des auswärtigen Handelns der Europäischen Union gegeben, bevor anhand dieser die genannten Urteile des EuGH analysiert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The starting point for this diploma thesis can be found in two ECJ cases regarding the EUs external competences. The judgments in C-399/12 OIV and C-600/14 OTIF concerned the application of the second alternative of Art 218 (9) TFEU in the context of shared Union competences. The judgment in C-399/12 OIV concerned the case of an international organisation in which 21 EU Member States were members, but not the EU itself. Nonetheless, acting on behalf of a proposal submitted by the Commission, the Council adopted a decision establishing the position to be adopted on behalf of the European Union with regard to certain resolutions to be adopted in the framework of the International Organisation of Vine and Wine (OIV). The Federal Republic of Germany, since the Union was not a member of the OIV, did not believe Art 218 (9) TFEU to be applicable. It thus requested the annulment of the Council decision. However, in the case of the judgment in C-600/14 OTIF, the Union was a member of the Intergovernmental Organisation for International Carriage by Rail (OTIF), but the Union had not yet exercised its internal competence, when the Council established the position to be adopted on behalf of the European Union regarding certain amendments to the Convention concerning International Carriage by Rail (COTIF). The Federal Republic of Germany found the EU to be in infringement of the principle of conferral, due to the Unions lack of competence. The thesis aims to shed light on the scope of Art 218 (9) TFEU. Furthermore, by reference to the cited case law, it outlines the possibilities of the exercise of shared external competences by the Union and why “shared” does not equal “mixed”. For that purpose, an overview of the legal basis of EU external action will be given, after which the cited cases will be analysed.

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