Über REEES

Die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz hat zum 1. September 2010 das Zentrum "Russian East European and Eurasian Studies" (REEES) als Forschungsplattform ins Leben gerufen. Seit dem 23.11.2011 wird es als fakultäres Zentrum im Sinne des § 15 des Organisationsplans der Universität Graz geführt.

Hierbei handelt es sich um eine institutsübergreifende Einrichtung, deren Ziel die Optimierung und Koordinierung vorhandener Forschungspotenziale und Fachkompetenzen an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz ist. REEES greift darüber hinaus auch die strategische Ausrichtung der Universität Graz auf Südosteuropa auf.

In einer ersten Phase (2010-2015) lag der Schwerpunkt der Tätigkeit von REEES auf einer Akquirierung und Beteiligung an internationalen und interdisziplinären Forschungsprogrammen vornehmlich mit Fokussierung auf die Zielgebiete des Südkaukasus und Zentralasiens. Methodisch wurde ein ganzheitlicher Rechtsansatz verfolgt; die Grenzen der herkömmlichen Rechtswissenschaft sollten insbesondere durch eine Betrachtung der interkulturellen Dimensionen in den Zielgebieten aufgebrochen und überschritten werden.

Die Mitwirkung an internationalen und interdisziplinären Forschungsprogrammen wird auch weiterhin gepflogen.

Seit 1.9.2015 steht REEES unter neuer Leitung. Damit hat sich auch die inhaltliche Ausrichtung erweitert. REEES versteht sich nunmehr als Zentrum für osteuropäisches Recht in der Tradition der deutschen Ostrechtsinstitute. "Osteuropa" wird hierbei in einem sehr weiten Sinn verstanden: Es umfasst die osteuropäischen Länder im engeren Sinn (Russland, Ukraine, Weißrussland), die mittelosteuropäischen Staaten (Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn, baltische Staaten) sowie die südosteuropäischen Länder (von Slowenien "südwärts"); inbegriffen sind auch die Staaten des Südkaukasus sowie Zentralasiens.

Methodische Grundrichtung ist hierbei die rechtsdogmatische Analyse in rechtsvergleichender Perspektive. Dass diese nicht auf den nackten Normenbestand reduziert, sondern unter Beleuchtung der politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Hintergründe betrieben wird, versteht sich von selbst. Grundsätzlich werden alle traditionellen Rechtsgebiete in den Blickpunkt genommen; der Fokus liegt jedoch auf verfassungs- und verwaltungsrechtlichen Fragestellungen. In geographischer Hinsicht liegt Russland im Mittelpunkt des Forschungsinteresses; ein weiterer Schwerpunkt soll zur Ukraine aufgebaut werden.