Titelaufnahme

Titel
Translation process research as interaction research: from mental to socio-cognitive processes
Verfasser/ VerfasserinRisku, Hanna
Erschienen in
MonTI. Monografías de Traducción e Interpretación, 2014, Jg. 2014, H. ue 1. Minding translation / Con la traducción en mente, S. 331-353
Erschienen2014
SpracheEnglisch
DokumenttypAufsatz in einer Zeitschrift
Schlagwörter (DE)Übersetzungsprozess / Interaktion / Situierte, verkörperlichte und erweiterte Kognition / Ethnographie / Netzwerk / Arbeitsplatz
Schlagwörter (EN)Translation process / Interaction / Situated, embodied and extended cognition / Ethnography / Network / Workplace
Projekt-/ReportnummerP26332-G23
ISSN1889-4178
URNurn:nbn:at:at-ubg:3-4302 Persistent Identifier (URN)
DOI10.6035/MonTI.2014.ne1.11 
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die zentralen methodologischen Ansätze der kognitiven Translationsprozessforschung orientierten sich bisher an jenen Methoden, die ursprünglich im Rahmen der Verhaltensforschung, allen voran der Psychologie, entwickelt worden waren. In diesem Beitrag wird argumentiert, dass die etablierte Tradition der experimentellen Laborforschung mit weiteren methodologischen Herangehensweisen, etwa dem ethnographischen Forschungsansatz, ergänzt werden sollte. Entsprechend der gegenwärtigen Auffassung in der Kognitionswissenschaft bietet eine derartige Erweiterung die Möglichkeit, dem Konzept der situated, embedded und extended cognition Rechnung zu tragen. Des Weiteren werden in diesem Beitrag das empirische Forschungsdesign sowie erste Ergebnisse einer ethnographischen Feldstudie zu soziokognitiven Aspekten von Translation beschrieben. Die Beobachtungen einer freiberuflichen Übersetzerin offenbaren zunächst die Komplexität ihres sozialen Netzwerkes. Zudem wird die Tendenz der Übersetzerin deutlich, Teile des Arbeitsprozesses zu externalisieren, wobei interne Verarbeitungsprozesse zu Interaktionen mit selbst generierten Artefakten umgewandelt und kognitive Räume somit neu konfiguriert werden. Nicht zuletzt wird die Existenz verschiedener, iterativer Interaktionsprozesse veranschaulicht, die spezifische Verhaltens- und Denkmuster der Übersetzerin darstellen.

Zusammenfassung (Englisch)

The main methodological approaches used in cognitive translation process research have hitherto been inspired by methods originally developed in the behavioural sciences, especially psychology. This article contends that mainstream experimental research in laboratory settings needs to be complemented with other methodological approaches such as qualitative, ethnographic research in order to be able to account for the situated, embedded and extended aspects of cognition as described in current cognitive science approaches. In addition, it presents the empirical research design and initial results of an ethnographic field study into the socio-cognitive aspects of translation. The results show the complexity of the social network involved in the observed case of freelance translation, the tendency of the translator to externalize parts of the process and thus transform the internal processing into an interaction with self-produced outer stimulithereby reconfiguring the cognitive spaceand the existence of distinct, iterative interaction patterns that stand out as behavioural and cognitive routines in the way the translator works.

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