Titelaufnahme

Titel
Der Einfluss eines Neurofeedbacktrainings mit NIRS auf die hämodynamische Aktivität bei der aktiven Ausführung und Vorstellung von Schluckbewegungen / Bettina Gressenberger
Verfasser/ VerfasserinGressenberger, Bettina
Begutachter / BegutachterinWood, Guilherme
Erschienen2015
UmfangVIII, 86 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Vorstellung / Schlucken / Neurofeedback / NIR-Spektroskopie / Vorstellung / Schlucken / Neurofeedback / NIR-Spektroskopie / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-93749 Persistent Identifier (URN)
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Der Einfluss eines Neurofeedbacktrainings mit NIRS auf die hämodynamische Aktivität bei der aktiven Ausführung und Vorstellung von Schluckbewegungen [1.71 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Neurofeedbacktraining (NFT) wird seit einigen Jahren erfolgreich als Therapiemethode bei diversen Erkrankungen und Störungen angewandt. Im Rahmen von Rehabilitationsprozessen können NFTs mit imaginierten Bewegungen eingesetzt werden, da die Vorstellung einer Bewegung ähnliche Gehirnregionen aktiviert wie die Ausführung dieser Bewegung und dadurch die Neuroplastizität gefördert werden kann. Ziel dieser Studie ist, herauszufinden ob ein NFT mit der Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) auch mit vorgestellten Schluckbewegungen durchführbar ist, welche Effekte dieses NFT auf die hämodynamische Aktivität beim aktiven und imaginierten Schlucken hat und ob sowohl oxy- als auch deoxy-Hb als verstärkte Feedback-Parameter geeignet sind. Die Stichprobe bestand aus 20 gesunden ProbandInnen, welche zwei Trainingsgruppen zugeteilt wurden. Eine Gruppe sollte lernen oxy-Hb zu steuern, während die zweite Gruppe deoxy- Hb steuern sollte. Die ProbandInnen absolvierten sieben Trainingseinheiten sowie eine Prä- und Postmessung. Die Analysen zeigten, dass die Bewegungsausführung ebenso wie die Bewegungsvorstellung die stärksten hämodynamischen Veränderungen im Bereich des inferioren frontalen Gyrus auslösten. Während der Ausführung von Schluckbewegungen stieg oxy-Hb an, bei der Vorstellung hingegen sank oxy-Hb und deoxy-Hb stieg an. Die Hämoglobin-Parameter zeigten ein konträres aufgabenspezifisches Verhalten. In jeder Gruppe waren sechs von zehn ProbandInnen im NFT in der Lage, den verstärkten Parameter bewusst zu erhöhen. Die Auswertung der Prä- und Postmessungen ergab eine signifikant stärkere Ausprägung von deoxy-Hb während des aktiven Schluckens in der deoxy- Gruppe nach dem NFT, wodurch die Wirksamkeit des NFTs belegt wird. Die Durchführbarkeit eines NIRS-NFTs mit imaginierten Schluckbewegungen konnte bestätigt werden und zeigt, dass auch deoxy-Hb ein guter Marker für neuronale Aktivität ist und willentlich gesteuert werden kann.

Zusammenfassung (Englisch)

Neurofeedback training (NFT) has been successfully applied as a method of treatment for various diseases and disorders for several years. In the context of rehabilitation NFTs can be performed with motor imagery because the imagination of a movement activates similar brain regions as the execution of this movement and thereby neuroplasticity can be promoted. The aim of the study is to find out whether a NFT with near-infrared spectroscopy (NIRS) can also be performed with imaginations of swallowing movements, to investigate the effects based on this NFT on the hemodynamic activity during active and imagined swallowing and whether both oxy- and deoxy-hb are suitable as enhanced feedback parameters. The sample consisted of 20 young subjects, who were assigned to two training groups. One group should learn to increase oxy-hb during the NFT, while the second group should train to increase deoxy-hb. The subjects completed seven trainings sessions, as well as pre- and post-measurements. Analyzes revealed that motor execution as well as motor imagery triggered the strongest hemodynamic changes around the inferior frontal gyrus. During execution of swallowing movements oxy-hb increases, however, during imagined swallowing movements oxy-hb decreases and deoxy-hb increases. The hemoglobin parameters showed a contrary task-specific behavior. In each group six out of ten subjects gained control over the enhanced feedback parameter. Comparisons of the pre- and post-measurements showed that the deoxy-group had a significantly greater deoxy-hb activation during motor execution after the NFT, whereby the efficacy of this training is occupied. Altogether, the study confirmed the feasibility of NIRS-NFT with imagined swallowing movements and demonstrates that also deoxy-Hb is a good marker for neuronal activity and can be consciously controlled during NFT.