Titelaufnahme

Titel
Medienwirkung auf Intergruppenstereotype unter Berücksichtigung der Kontakthypothese / Manuel Egger
Verfasser/ VerfasserinEgger, Manuel
Begutachter / BegutachterinAthenstaedt, Ursula
Erschienen2012
UmfangVII, 102 Bl. : 2 Zsfassungen ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Inter-Gruppenbeziehung / Stereotyp / Fremdgruppe
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-93709 Persistent Identifier (URN)
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Medienwirkung auf Intergruppenstereotype unter Berücksichtigung der Kontakthypothese [3.14 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zahlreiche Studien belegen die positive Auswirkung von Intergruppenkontakt auf die Beurteilung von Fremdgruppenmitgliedern, was den grundlegenden Annahmen der Kontakthypothese entspricht. Auf Gruppenebene fördert Kontakt den Abbau von Stereotypen und Vorurteilen gegenüber Fremdgruppen.In der vorliegenden Studie wurden die Auswirkungen medialer Provokation im Hinblick auf die stereotype Sichtweise von Gruppen untersucht. Allgemein wird die Eigengruppe differenzierter und weniger stereotyp wahrgenommen als fremde Gruppen. Als Gruppen dienten die Nationalitäten Österreich und Deutschland, wobei hierbei der Kontakt zur jeweiligen Fremdgruppe ebenfalls berücksichtigt wurde. Die Stichprobe bestand aus insgesamt 359 österreichischen und deutschen ProbandInnen, welche im eigenen vs. im „fremden“ Land (wenig Kontakt vs. viel Kontakt) lebten. Die mediale Provokation erfolgte durch kurze Videos, in welchen jeweils die eine Nationalität von der anderen lächerlich gemacht wurde. Da aus der einschlägigen Literatur hervorgeht, dass Provokation als Bedrohung der eigenen Person bzw. der eigenen sozialen Gruppe erlebt werden kann, wird eine Stereotypisierung der bedrohenden Fremdgruppe erwartet.Die Ergebnisse der aktuellen Untersuchung zeigten, dass sowohl mit vermehrtem als auch mit wenig Kontakt zur provozierenden Gruppe, die verstärkte Stereotypisierung dieser, nach medialer Provokation ausblieb. Darüber hinaus bewerteten ÖsterreicherInnen, nach provokativer Beeinflussung ihre Eigengruppe weniger stereotyp als nach neutralem Medieneinfluss. Die Intergruppenbeurteilung fiel allgemein unter vermehrtem Kontakt nicht weniger stereotyp aus, als unter wenig Kontakt. Ebenso wurde die Eigengruppe im Vergleich zur Fremdgruppe nicht weniger stereotyp wahrgenommen. Ein Ergebnis am Rande zeigt, dass in Deutschland lebende ÖsterreicherInnen patriotischer sind als ÖsterreicherInnen in ihrem Heimatland, sowie auch als im Ausland (Österreich) lebende Deutsche.

Zusammenfassung (Englisch)

Numerous studies have demonstrated the positive effects of intergroup contact on the evaluation of out-group members, which corresponds to the fundamental aspects of the contact hypothesis. At group level, contact promotes the degradation of stereotypes and prejudice against out-groups. Generally, the in-group is perceived more differentiated and less stereotypically as foreign groups are.The present study examines the impact of media provocation, in relation to the stereotypical view of groups. Here the influence of the identification with the in-group was controlled. The two groups were built by the nationalities Austria and Germany, in which contact with the respective other group was considered. The sample consisted a total of 359 Austrian and German subjects, each living in their own vs. in the other country (low contact vs. high contact). As provocative media served short videos in which respectively each nationality cheated on the other, by making fun of it.As literature shows, provocation can be seen as a threat to the own person or to a persons own social group, which suggests a raise in stereotyping the threatening group.The results of the current study showed that in both conditions, with high and with low contact to the provocative group, people did not increase stereotypes about them, after media provocation. Moreover, Austrians, depending on neutral media influence, rated their own group more stereotype than after provocative treatment. Generally, the in-group, compared to the out-group, was not perceived less stereotypical. Another result on the edge shows, that in Germany based Austrians are more patriotic than those in their home country as well as abroad (Austria) living Germans.