Titelaufnahme

Titel
Explizites und intrusives Traumagedächtnis, Emotionsregulation und deren Zusammenhänge mit hirnelektrischer Koppelung / Barbara Horvatits
Verfasser/ VerfasserinHorvatits, Barbara
Begutachter / BegutachterinPapousek, Ilona
Erschienen2012
Umfang135 Bl. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Psychisches Trauma / Erinnerung / Posttraumatisches Stresssyndrom
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-93676 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Explizites und intrusives Traumagedächtnis, Emotionsregulation und deren Zusammenhänge mit hirnelektrischer Koppelung [0.98 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Wesentliche Kennzeichen einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD) sind Intrusionen und gestörte Erinnerungen. Diese sind Bestandteil des Traumagedächtnisses, welches durch verschiedene emotionale Reaktionsstile beeinflusst wird. In dieser Studie wurden die Zusammenhänge zwischen intrusiven und expliziten Aspekten des Traumagedächtnisses untereinander und mit verschiedenen Emotionsregulationsmechanismen bzw. emotionalen Fähigkeiten, Koppelungen im Gehirn und der Bewertung eines Ereignisses untersucht. Weiters wurde versucht, die Vorgänge im Gehirn auch durch die Emotionsregulationsmechanismen bzw. emotionalen Fähigkeiten zu erklären. Dazu wurde 136 gesunden Probandinnen ein emotional belastender Film präsentiert, während ein EEG aufgezeichnet wurde. Eine Woche lang führten die Probandinnen ein Tagebuch, in denen auftretende Intrusionen vermerkt wurden. Verschiedene Persönlichkeitsvariablen, posttraumatische Symptome wie auch mehrere Erinnerungsleistungen an den Film wurden eine Woche später erhoben. Die Ergebnisse zeigen einen positiven Zusammenhang zwischen dem intrusiven und expliziten Traumagedächtnis. Bei den Emotionsregulationsmechanismen stellte sich die Rumination als bedeutsam für das Traumagedächtnis heraus, aber auch die Unterdrückung von Inhalten des Films korreliert positiv mit der Intrusionsbelastung. Weiters gibt es verschiedene signifikante Ergebnisse bezüglich der emotionalen Fähigkeiten. Die frontalen interhemisphärischen Koppelungen im Gehirn hängen vor allem mit der Intrusionsbelastung und der Neigung zur Rumination positiv zusammen, aber auch bedeutsame Vorhersagen der Koppelungen durch Emotionsregulationsmechanismen bzw. emotionale Fähigkeiten wurden gefunden. Außerdem hängt die negative Bewertung des Films positiv mit der Intrusionsbelastung zusammen. Die Ergebnisse untersteichen die Bedeutsamkeit von emotionaler Betroffenheit und gedanklicher Beschäftigung nach einem negativen Ereignis für die Belastung dadurch bzw. die Erinnerung daran.

Zusammenfassung (Englisch)

Both intrusions and lacks in recognition are important parts of the posttraumatic stress disorder (PTSD). These symptoms belong to the trauma memory, which is influenced by many emotional reactions. In the present study, the correlation between intrusive and explicit memory for a negative event was investigated, and the relation to emotional variables, coupling in the cortex and the appraisal of a seen film. It also interested if the changes in the brain can be predicted by the emotion regulation styles and emotional abilities. 136 healthy women were watching an emotional distressing film, and the EEG was recorded. During the week after the film the participants filled in a diary for their intrusions. After seven days, they returned into laboratory and answered the questionnaires for emotion regulation and memory. The results show a positive correlation between the number of intrusions and the recognition performance for details of the negative film. Important for the trauma memory is rumination, but also suppression and dissociation can explain a greater number of intrusions. The emotional abilities have various influences on the intrusive memories and the coupling of cortical regions. The frontal EEG - coherences are positively related to the intrusions and the tendency to ruminate. A negative appraisal of the film is also followed by more intrusions. The results support the relevance of cognitive and emotional engagement during and after a negative event to the memory and posttraumatic stress symptoms like intrusions.