Titelaufnahme

Titel
Konstruktion und Validierung von Aufgaben zur orthographischen Verarbeitung / Kerstin Pratter
Verfasser/ VerfasserinPratter, Kerstin
Begutachter / BegutachterinLanderl, Karin
Erschienen2012
Umfang105 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Vorschulkind / Grundschulkind / Rechtschreibung / Testkonstruktion
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-93657 Persistent Identifier (URN)
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Konstruktion und Validierung von Aufgaben zur orthographischen Verarbeitung [1.86 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der Konstruktion und Validierung von Aufgaben zur orthographischen Verarbeitung. An der Querschnittstudie nahmen 325 monolinguale deutschsprachige Kinder teil (letztes Kindergartenjahr bis 2. Schulstufe).Eine orthographische Wortähnlichkeitsaufgabe mit 72 Pseudowortpaaren wurde in vier verschiedenen Varianten vorgegeben: 1a in Großbuchstaben (z.B. ZUSSER/ZUUSER), 1b in Kleinbuchstaben (z.B. zusser/zuuser), 2a nur ein Pseudowort jedes Paares in Großbuchstaben, 2b in Kleinbuchstaben. Die Items wurden so konstruiert, dass zwischen Items mit Buchstabenverdopplung an erlaubter und unerlaubter Position (Positionsitems) unterschieden werden musste. Buchstabenverdopplungen an unerlaubter Position können entweder häufig oder selten vorkommende Doppelbuchstaben enthalten (Häufigkeitsitems). Buchstabenverdopplungen an erlaubter Position enthielten immer selten vorkommende Buchstabenverdopplungen.Variante 2a und 2b konnten weder zwischen den Klassenstufen noch zwischen guten und schlechten Rechtschreibern einer Klassenstufe differenzieren. Befunde dazu wurden deshalb nicht weiterverfolgt.Variante 1a und 1b waren durchschnittlich für Kindergartenkinder zu schwierig und für Kinder der 2. Klasse zu einfach, lagen aber für die 1. Klasse in einem akzeptablen Schwierigkeitsbereich.Kindergartenkinder können am ehesten zwischen häufig und selten vorkommenden Buchstabenverdopplungen unterscheiden, nicht aber zwischen erlaubter und unerlaubter Position von Buchstabenverdopplungen. Für Kinder der 1. Klasse sind ebenfalls Häufigkeitsitems und einsilbige Positionsitems geeignet. In der 2. Klasse eignen sich vor allem die als schwierig erachteten Häufigkeits- und Positionsitems.Im Kindergarten zeigte sich ein moderater Zusammenhang zwischen der konstruierten Aufgabe und dem Buchstabenwissen. Zwischen der Aufgabe und der orthographisch korrekten Schreibung zeigt sich ein hoher Zusammenhang für die 1. Klasse und eine Tendenz für die 2. Klasse.

Zusammenfassung (Englisch)

The purpose of this study was to construct and validate an orthographic processing task. Three hundred and twenty-five monolingual German speaking Austrian children from last year of nursery school to the second half of second grade took part.An orthographic word likeness task with 72 pairs of pseudowords was constructed and presented in four different versions: 1a in upper case letters (e.g. ZUSSER/ZUUSER), 1b in lower case letters (e.g. zusser/zuuser), 2a only one item of each pair in upper case letter, 2b in lower case letters. Items were constructed so that doublets occurred either in legal positions or in illegal positions. In the latter condition half of the items consisted of high frequent doublets and the other half of less frequent doublets (e.g., mm versus ww).Versions 2a and 2b did not differentiate between grades and between good and poor readers within each grade. Therefore, versions 2a and 2b were not further analyzed.On average, items were too difficult for nursery school children and too easy for second graders. Only for first graders the item difficulties were suitable.Nursery school children are able to differentiate between pseudowords with common letter doublets and pseudowords with uncommon letter doublets (frequency items). In contrast, they cannot distinguish between pseudowords with letter doublets in allowable and unallowable positions (position items).First graders are able to differentiate between both, frequency items and position items, as long as mono-syllabic position items are used. In second grade, children can also perform multi-syllabic frequency and position items.Correlation analyses revealed a moderate and significant relationship between performance in the orthographic word likeness task and letter knowledge in kindergarten. Task performance correlated highly with orthographic spelling in Grade 1, and there was a tendency for a significant association between orthographic word likeness and spelling in Grade 2.