Bibliographic Metadata

Title
(Migrationsbedingte) Diversität in österreichischen Alten- und Pflegeheimen / Daniela Wagner
AuthorWagner, Daniela
CensorScherke, Katharina ; Egger, Rudolf
Published2015
Description423 S. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst., Kt.
Institutional NoteGraz, Univ., Diss., 2015
Annotation
Zsfassung in dt. und in engl. Sprache
LanguageGerman
Bibl. ReferenceOeBB
Document typeDissertation (PhD)
Keywords (GND)Österreich / Altenpflege / Migration / Vielfalt
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-93550 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
Files
(Migrationsbedingte) Diversität in österreichischen Alten- und Pflegeheimen [27.68 mb]
Links
Reference
Classification
Abstract (German)

Den Ausgangspunkt dieser Dissertation bilden zwei gesellschaftliche Entwicklungen: einerseits das, alle Menschen betreffende Alter(n), andererseits die historisch-demografisch verankerten und weiter im Zunehmen begriffenen Migrationsprozesse. Menschen, die ihren Lebens- und / oder Arbeitsmittelpunkt nach Österreich verlagert haben, sind wie Menschen ohne Migrationsbiografien, von einem zunehmenden Alter(n) betroffen. Mit dem ansteigenden Lebensalter steigt das Risiko der Hilfs- und Pflegebedürftigkeit. Ausgehend von diesen Alter(n)s und Migrationsprozessen, sozio-demografischen wie biografischen Verortungen charakterisiert Alten- und Pflegeheime die Diversität der BewohnerInnen, Angehörigen und MitarbeiterInnen. Betreuungs- und pflegebedürftige Personen verlegen ihren Lebensmittelpunkt in die Einrichtungen, die wie imaginäre Wände wirken, Inklusion und Exklusion bedeuten. Gemeinsam mit Angehörigen und MitarbeiterInnen findet das Für- und Miteinander statt, welches durch vielfältige gesellschaftliche und institutionelle Einflüsse determiniert ist. Durch die von der Grounded Theory von Strauss und Corbin (1996) geleitete Analyse der geführten Interviews mit BewohnerInnen, Angehörigen, MitarbeiterInnen der Betreuung, der Pflege und des Managements in Langzeitpflegeeinrichtungen in Wien sowie der Steiermark und die Verbindung mit wissenschaftlichen Diskursen entstand ein Bild des von Diversität geprägten Für- und Miteinanders in stationären Einrichtungen der Betreuung und Pflege alternder Menschen. Innerhalb der (wahrgenommenen) räumlichen und strukturellen Vorgaben eignen sich alle AkteurInnen Strategien für ein möglichst zufriedenes Leben, Besuchen und Arbeiten an, sie lernen. Ein Kompetenzbündel offenbart sich als „Schlüssel“ für die Lebens- und Arbeitsqualität im Rahmen von gesellschaftlicher Vielfalt und Pflege.

Abstract (English)

The starting point of this thesis consists of two social developments: on the one hand, all people are aging, on the other hand, migration processes are historical-demographic anchored and rise increasingly. People who have relocated their life and / or work center to Austria, as people without migration biographies are affected of an increasing aging. With aging, the risk for the need of help and care increases. Aging and migration processes, socio-demographic and biographical localisations characterizes the diversity of the residents, their relatives and the nursing staff in old people's and nursing homes. The residents move in the institutions, that act as imaginary walls, mean inclusion and exclusion. Together with members and staff the interactions takes place which is determined by a variety of social and institutional factors. Based on the findings from the interviews with the residents, their relatives and the nursing staff as well as the management of the homes in Styria and Vienna, I describe coherencies between micro-, meso- and macro-sociological dimensions using a Grounded Theory approach. Within the (perceived) local and structural settings, all actors appropriate strategies for a most possible contented living, visiting and working, they are learning. A bundle of competences reveals itself as a "key" for the living and working quality in the context of diversity and care.