Titelaufnahme

Titel
Das Smartphone im Zeichen der Beschleunigung : Über akzelerierende Smartphone-Nutzung, Phubbing und dessen Verhältnis zur Interaktionsordnung / Veit Kern
Verfasser/ VerfasserinKern, Veit
Begutachter / BegutachterinMoebius Stephan
Erschienen2015
UmfangII, 99 Bl. : 2 Bl. Zsfassung ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Smartphone / Nutzung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-93307 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Das Smartphone im Zeichen der Beschleunigung [1.52 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die (Post)moderne ist geprägt von einer zunehmenden sozialen Beschleunigung, welche häufig auf die Etablierung bestimmter Technologien zurückgeführt werden kann. Eines dieser technologischen Artefakte ist das erst seit wenigen Jahren erhältliche Smartphone. Dessen Beschaffenheit führte zu einem Phänomen, das von einem australischen Wörterbuch-Verlag die Bezeichnung „Phubbing“ erhielt. Dabei handelt es sich um die häufig als unangebracht empfundene Verwendung des Smartphones während Face-to-Face-Interaktionen. Im Rahmen dieser Masterarbeit wurde diese spezielle Form der Smartphone-Nutzung wie auch andere vor dem Hintergrund der Beschleunigungsthese von Hartmut Rosa und der Arbeiten zur Interaktionsordnung von Erving Goffman untersucht.Die vorliegende Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass mithilfe von Smartphones das Lebenstempo auf drei unterschiedliche Weisen gesteigert werden kann. Hierbei handelt es sich um akzelerierende Smartphone-Nutzung durch Minimierung von Leerzeiten, Multitasking und funktionale Äquivalenz. Unter gewissen Umständen geht auch Phubbing mit einer (objektiv festellbaren) Erhöhung des Lebenstempos einher. Dass dieses Phänomen durchaus als Folge der sozialen Beschleunigung zu interpretieren ist, spiegelt sich (auf subjektiver Ebene) in den Motiven für diese spezielle Form der Smartphone-Nutzung wider, welche einerseits auf die Verpassensangst und andererseits auf den Anpassungszwang zurückzuführen sind. Wie (un)angemessen Phubbing ist, also wie sich dieses Phänomen zur Interaktionsordnung verhält, hängt von mehreren Faktoren ab, allen voran dem dafür erforderlichen Engagement. Abhängig von den situativen Gegebenheiten steht diese spezielle Nutzungsweise mal mehr, mal weniger im Widerspruch zu den geltenden Konventionen des gesellschaftlichen Umgangs, welche ihrerseits durch die Verbreitung bestimmter Verwendungsformen von Smartphones jedoch nicht unberührt bleiben.

Zusammenfassung (Englisch)

The (post)modernity is shaped by an increasing social acceleration, which is often due to the establishment of specific technologies. One of these technological artefacts, that has only been available for a few years, is the smartphone. Its characteristic led to the phenomenon “Phubbing”, named by an Australian dictionary publisher. “Phubbing” means the usage of a smartphone during face-to-face-interactions in a way that is often felt as inappropriate. This thesis analysed amongst others this specific form of smartphone usage in concordance with the “Acceleration Theory” of Hartmut Rosa and the “Interaction Order” conceived by Erving Goffman.The first result of this paper is, that smartphones can accelerate the pace of life in three ways, which are: Accelerating smartphone usage through minimising empty times, multitasking and functional equivalence. The second result of this thesis is, that Phubbing does under specific circumstances (objectively observable) accelerate lifes pace too. This phenomenon can be interpreted as a consequence of social acceleration, because the motives for this specific kind of smartphone usage reflect (on a subjective level) the fear of missing out as well as the compulsion to adapt. The third conclusion deals with how (in)appropriate Phubbing is, that is to say, how the relation of this phenomenon to the “Interaction Order” is. This depends on several factors. One of the most important one is, how much attention this behaviour requires. Therefore, depending on the situation, the act of Phubbing breaks sometimes more, sometimes less social conventions. Lastly it is noteworthy, that new technologies (i.e. Smartphones) respectively their utilisation forms (such as Phubbing) modify the “Interaction Order”.