Titelaufnahme

Titel
Die Auswirkungen eines Eigen- vs. Fremdgruppenvergleichs auf das expressive Selbstkonzept und die Hilfsbereitschaft von Österreicherinnen und Deutschen / Petra Ruhrmann
Verfasser/ VerfasserinRuhrmann, Petra
Begutachter / BegutachterinAthenstaedt, Ursula
Erschienen2015
Umfang96 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Fremdgruppe / Eigengruppe / Selbstbild / Hilfsbereitschaft / Fremdgruppe / Eigengruppe / Selbstbild / Hilfsbereitschaft / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-93275 Persistent Identifier (URN)
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Die Auswirkungen eines Eigen- vs. Fremdgruppenvergleichs auf das expressive Selbstkonzept und die Hilfsbereitschaft von Österreicherinnen und Deutschen [6.39 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Vergleiche mit anderen Personen stellen einen zentralen Aspekt im Alltag eines jeden Menschen dar. Sie beeinflussen sowohl die Wahrnehmung des Selbst als auch das Verhalten. Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung wurde der Einfluss eines nationalitätsspezifischen Eigen- vs. Fremdgruppenvergleichs auf das aktive Selbstkonzept und im Weiteren auf das Verhalten von Österreicherinnen und Deutschen untersucht. Laut Selbstkategorisierungs-theorie kann die Konfrontation mit einem Mitglied der eigenen oder einer anderen Nationalität zu einer Kategorisierung auf sozialer Ebene führen. Dadurch tritt die Individualität der Person in den Hintergrund und es kommt zu einer Aktivierung der nationalitätsspezifischen Stereotype im Selbstkonzept. ÖsterreicherInnen werden sowohl in der Selbst- als auch in der Fremdbeurteilung wärmer eingeschätzt als Deutsche. In der vorliegenden Untersuchung wurde angenommen, dass Österreicherinnen und Deutsche sich durch die Aktivierung in Form des sozialen Vergleichs, entsprechend ihrem Stereotyp einschätzen und verhalten. Der Vergleich mit der Fremdgruppe sollte eine Entfernung des Selbst vom Fremdgruppenstereotyp, hin zum Eigengruppenstereotyp zur Folge haben. Auch eine potenzielle Moderatorfunktion der Identifikation mit der eigenen Nationalität wurde überprüft. Die Stichprobe umfasste 250 österreichische und 93 deutsche Studentinnen. Die Wärme wurde über eine Selbstkonzeptskala, die Hilfsbereitschaft anhand eines Hilfsbereitschaftstests erhoben. Die Annahmen konnten teilweise bestätigt werden. Der österreichische Vergleichsstandard wurde wärmer eingeschätzt als der deutsche Vergleichsstandard. Die vermittelnde Funktion des aktiven Selbstkonzepts zwischen externen Reizen und dem Verhalten zeigte sich nur für Österreicherinnen. Nachfolgende Studien sollten ein ausgeglicheneres Verhältnis zwischen ÖsterreicherInnen und Deutschen sicherstellen.

Zusammenfassung (Englisch)

Comparisons with other humans are a central issue in everyday life. They can influence both, the perception of the self as well as the behaviour. The present study investigated the influence of a nationality-specific in- or out-group comparison on the active self-concept and, subsequently, on behaviour. Based on the self-categorization theory, it can be inferred that a member of the same or a member of another nation can lead to categorization processes on the level of social identity. Consequently, the individuality of a person becomes less important and country-specific stereotypes get activated in the active-self concept. In self- assessment as well as assessment by others, Austrian are rated higher in warmth than Germans. In the present study it was investigated if social comparison leads to stereotype-consistent self-assessment and behaviour of Austrians and Germans. A confrontation with the out-group should lead the self to move away from the out-group-stereotype to the in-group stereotype. Furthermore the potential function of the identification with the own nationality as a moderator has been examined. The sample comprised 250 Austrians and 93 Germans. The self-assessment of warmth was measured by a self-concept scale. The behaviour was operationalized in form of a test that observed how helpful the participants were. We presented three different kinds of standards (Austrian-, German- or, a control standard) in form of an audio-sequence. The assumptions could be partially verified. A link between self-concept and behaviour could only be found for Austrians. Subsequent studies should further assure a balanced relation between Austrians and Germans.