Titelaufnahme

Titel
Regionale Handelsabkommen und ihr Einfluss auf die WTO / Lisa-Marie Schicker
Verfasser/ VerfasserinSchicker, Lisa-Marie
Begutachter / BegutachterinKleinert Jörn
Erschienen2015
UmfangV, 59 Bl. : Zsfassung (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Handelsabkommen / Handelsabkommen / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-93236 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Regionale Handelsabkommen und ihr Einfluss auf die WTO [1.45 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Zahl regionaler Handelsabkommen ist in den letzten Jahren stark gestiegen und erlebt mit den Verhandlungen zur transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) gerade einen Höhepunkt. Zusätzlich sind neue nicht-tarifäre Handelshemmnisse entstanden, die früher gar nicht in direktem Zusammenhang mit Handel gebracht wurden und weit über klassische Zölle hinausgehen. Auf diese Entwicklungen haben regionale Handelsabkommen reagiert und haben neue nicht-tarifäre Handelshemmnisse in ihre Verhandlungen integriert. Ist dies der Fall, dann spricht man von tiefen regionalen Handelsabkommen. Demgegenüber steht die WTO mit ihrem multilateralen System, Dieses System konnte schon seit langem kaum Fortschritte erzielen und sieht somit eine gewisse Bedrohung durch regionale Abkommen.Entsprechend dieser Entwicklungen wird im Rahmen der Arbeit die Frage gestellt, ob regionale Handelsabkommen Drittstaaten diskriminieren und somit eine Liberalisierung auf multilateraler Ebene zu bevorzugen wäre. Denn genau eine solche Diskriminierung versucht die WTO zu vermeiden.Um der Diskriminierung von Drittstaaten genauer auf den Grund zu gehen, wird die theoretische Analyse von Viner (1950) und Baldwin (2008 und 2014) herangezogen. Dabei zeigt sich, dass anders als beim Abbau von Zöllen, bei neuen nicht-tarifären Handelshemmnissen, ein regionales Handelsabkommen nicht zwangsläufig zu einer Diskriminierung von Drittstaaten führt. Auch die Analyse einzelner dieser neuen Handelshemmnisse lieferte dasselbe Ergebnis. Damit kann ein wesentliches Argument, welches gegen regionale aber für multilaterale Abkommen spricht, weitgehend entkräftet werden. Regionale Handelsabkommen sind aus der Perspektive der untersuchten Disziplinen eine gute Lösung für den Abbau nicht-tarifärer Handelshemmnisse.

Zusammenfassung (Englisch)

The number of regional trade agreements has increased over the last years and reaches its current peak with the negotiations on the Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP). In addition, new non-tariff trade barriers emerged that go far beyond classical trade barriers like tariffs. Regional trade agreements responded to the changes and started to focus on those new non-tariff barriers. These agreements are called deep regional trade agreements. In contrast, the WTO with its multilateral system struggles to make any progress and regional trade agreements seem to be a potential threat to the organization. According to these developments, this thesis poses the question whether or not regional trade agreements have negative discriminatory effects on third countries. It is this kind of discrimination the WTO wants to avoid. To analyze the discrimination against third countries, the theoretical studies of Viner (1950) and Baldwin (2008 and 2014) are used. There it can be shown, that the reduction of non-tariff trade barriers via a regional trade agreement does not necessarily imply a discrimination against third countries. The analysis of individual trade barriers showed the same result. Therefore this argument against regional trade agreements is not relevant and from this perspective, regional trade agreements are a good way to reduce non-tariff barriers.