Titelaufnahme

Titel
Von Eulen und Lerchen : die unterschiedliche Erholungswirkung von verschiedenen Pausenaktivitäten bei Chronotypen / Sophie Fürstenberg
Verfasser/ VerfasserinFürstenberg, Sophie
Begutachter / BegutachterinKallus, Konrad Wolfgang
Erschienen2015
Umfang181 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Arbeitnehmer / Arbeitspause / Intelligenzleistung / Herzfrequenzvariabilität / Arbeitnehmer / Arbeitspause / Intelligenzleistung / Herzfrequenzvariabilität / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-93151 Persistent Identifier (URN)
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Von Eulen und Lerchen [3.79 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Menschen unterscheiden sich in ihrer zirkadianen Rhythmik. Körperfunktionen und Leistungsfähigkeit unterliegen einer Periodendauer von 23-27 Stunden und weichen vom 24-Stunden-Tag ab. Personen mit einer kürzeren Periodendauer werden dem Morgentyp zugeordnet, Personen mit einer längeren, dem Abendtyp. Auf Grundlage des Mehrebenenansatzes wurde untersucht, ob sich ArbeitnehmerInnen in ihrer kognitiven Leistung, ihrer kardiovaskulären Aktivität (Herzrate, HR; Herzratenvariabilität, HRV) und ihrer subjektiven Befindlichkeit hinsichtlich des Zeitpunkts (vor/nach Pause), der Pausenart (aktivierend/entspannend) oder des Chronotyps (Morgentyp/Abendtyp) unterscheiden. Das 2x2x2-Design mit der Zeit als Messwiederholungsfaktor wurde mittels zweifaktorieller MANOVA geprüft. 61 Berufstätige (23-63 Jahre) wurden nach ihrem Arbeitstag getestet. Zur Erfassung der kognitiven Leistung wurde u.a. der Cognitrone S2 eingesetzt. Währenddessen wurde die HR(V) mittels EKG aufgezeichnet. Sie beantworteten Fragen zur wahrgenommenen Erholung und Ermüdung, psychischen und physischen Befindlichkeit sowie zum Erholungsbedürfnis und Erholungs-Beanspruchungs-Zustand. Die Chronotyp-Ausprägung wurde mittels D-MEQ (dt. MorningnessEveningness Questionnaire; Griefahn, Künemund, Bröde & Mehnert, 2001) erfasst. ArbeitnehmerInnen zeigten nach der Pause eine Leistungssteigerung. Die Pause hatte einen positiven Effekt hinsichtlich der HR(V). Morgentypen fühlten sich nach der Pause weniger ermüdet als Abendtypen. Es gab einen Hinweis auf eine Wechselwirkung von Zeitpunkt x Pausenart x Chronotyp: Morgentypen waren nach jeder Pause leistungsfähiger. Sie profitierten hinsichtlich ihrer Psychophysiologie von einer entspannenden, bezüglich ihres Erholungs- und Ermüdungsgefühls von einer aktivierenden Pause. Abendtypen profitierten hinsichtlich ihrer kognitiven Leistung und ihres Erholungsgefühls von einer entspannenden, bezüglich ihrer Psychophysiologie und ihres Ermüdungsgefühls von einer aktivierenden Pause.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this investigation, within the R-Age-II (Recovery, Age and Performance II)-Project, was to examine the differences between morning (M)- and evening (E)-types in cognitive performance (reaction time, hit rate), in cardiovascular activity (heart rate, HR; heart rate variability, HRV) and in subjective states (e.g. mood, pain, the need for recovery) during work and breaks. Different types of breaks were given (activating, e.g. take a walk, have a snack; or relaxing, e.g. listening to music, read something) throughout the examination. Sixty-one employees, 33 female and 28 male, participated in this investigation after their work day was finished. The mean age was 38.5 years (SD = 11.6). Repeated measures analyses of variance (MANOVAs), 2 (testing time: before vs. after a break) x 2 (chronotype: M-type vs. E-type) x 2 (type of break: activating vs. relaxing) showed significant main effects and interactions. All subjects showed a decrease of reaction time and an increase of hit rate after a break. The HR decreased whereas the HRV increased after a break (main effect of testing time). All subjects felt more recovered and less fatigued after a break (main effect of testing time). M-types were less fatigued than E-types after a break (interaction of chronotype x testing time). The mood and the physical state were impaired during the investigation (main effect of testing time). There was no significant difference in the need for recovery in M- and E-types (main effect of chronotype). There was a trend in the interaction of testing time x type of break x chronotype: M-types had lower HR and higher HRV after a relaxing break. They felt more recovered and less fatigued after an activating break. E-types demonstrated better results in cognitive performance and felt more recovered after a relaxing break. They demonstrated lower HR and higher HRV and felt less fatigued after an activating break.