Titelaufnahme

Titel
Online-Räume und Cyber-Spaces : "Der eigentliche Raum des Internets erstreckt sich erst dahinter in die Tiefe" / vorgelegt von Ruth Dorothea Eggel
Weitere Titel
Online-Spaces and Cyber-Spaces
Verfasser/ VerfasserinEggel, Ruth Dorothea
Begutachter / BegutachterinRolshoven, Johanna
ErschienenGraz, 2015
Umfang142 Blatt : Zusammenfassung 1 Blatt ; Illustrationen
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
HochschulschriftKarl-Franzens Universität Graz, Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie, Masterarbeit, 2015
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zusammenfassung in deutscher und englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Raum / Volkskunde
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-93129 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Online-Räume und Cyber-Spaces [4.66 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die kulturwissenschaftliche Raumforschung ist zunehmend mit neuen Formen von Raum konfrontiert. Etablierte Raumkonzepte sind dabei nicht immer dazu geeignet, die Eigenheiten von digitalen online Räumen zu berücksichtigen. Johanna Rolshovens Modell der Raumtriade stellt eine Möglichkeit dar, um Raumkonstellationen kulturanalytisch zu erfassen, aber wie muss dieses Raummodell adaptiert werden, um in der Erforschung von Cyber-Räumen als methodisches Werkzeug für die Kontextualisierung dieser Räume zu dienen?Der ge- und erlebte Raum, dem sich diese Forschung ethnographisch nähert, steht in einem akteurszentrierten Raumverständnis der Europäischen Ethnologie und Kulturanthropologie immer im Zentrum. Er konstituiert sich in Wechselwirkung mit dem symbolischen Raum der Repräsentationen und jenem strukturellen Aspekt, der bisher »gebauter Raum« genannt wurde. Da physische Manifestationen in Cyber-Räumen zunehmend in den Hintergrund rücken, wird dieser Aspekt geronnener Machtverhältnisse und Geschichtlichkeit in digitalen online Räume durch den Aspekt der »Architektur« ersetzt, um strukturelle Aspekte der Hardware und Software, einschließlich Code und Interface, zu beschreiben.Der ethnographische Zugang, der sich u.a. auf Interviews, Beobachtungen und Mental Maps stützt, zeigt, wie das Zusammenwirken dieser Raumaspekte soziale und kulturelle Konstellationen sichtbar werden lässt. Zwischen exponentiellem Wachstum, veraltetem Wissen, digitale divide und einer Schwierigkeit der Aneignung dieser Räume, die auf symbolischer Ebene auf scheinbar komplexes und schwierig zu erfassendes Wissen und in der Architektur auf absolute Regulierungen durch Code, Interface und Devices trifft, offenbaren sich auch die oft verschleierten Mechanismen von Macht, Wissen und Kontrolle. Daneben werden aber auch die Potentiale dieser Cyber-Räume sichtbar, die Akteur_innen neue Möglichkeiten der Raumerfahrung und -aneignung bieten können.

Zusammenfassung (Englisch)

The research of spatial practices in cultural science is increasingly confronted with new embodiments of space. Established concepts of space are often not designed to describe the characteristics of digital online spaces. Johanna Rolshoven's model of a space-triad offers a cultural-analytic approach to apprehend spatial constellations. But how can this space-model be adapted and appropriated to serve as a methodological tool in the research of cyber-spaces?Based on an actor-centered understanding of space, the focus of this research remains on the lived and experienced space, which is investigated with ethnographic means. It is constructed interdependently through the symbolic space of representations and the structural element that used to be referred to as »physical« or »built« space. As physical manifestations grow less important in cyber-spaces, this aspect of manifested power relations and historicity is replaced by the element of »architecture« of digital online spaces, to describe the structural aspects of Hardware and Software, including Code and Interface.An ethnographic approach that among others uses interviews, observations and mental maps, shows the interaction of these spatial aspects and reveals its social and cultural dynamics. The more we learn about exponential development, obsolete knowledge, digital divide and difficulties concerning the appropriation of these spaces, meeting the symbolic level on which the internet is constructed as a complex and hard-to-grasp phenomenon, and the architecture, with its absolute regulations through code, interface and devices, the more the concealed mechanisms of knowledge, power and control are revealed. Simultaneously also the potentials of cyber-spaces become apparent, as they offer new opportunities of spatial experiences and appropriation for its users.