Titelaufnahme

Titel
Konstruktion von Weiblichkeit im Werk von Betty Paoli anhand ausgewählter Gedichte, Novellen und Artikel / vorgelegt von Katharina Feest
Weitere Titel
Construction of femininity in Betty Paoli's work on the basis of selected poems, short novels and essays
Verfasser/ VerfasserinFeest, Katharina
Begutachter / BegutachterinLe Trionnaire-Bolterauer, Alice
Erschienen2015
Umfang116 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Paoli, Betty / Weiblichkeit <Motiv> / Paoli, Betty / Weiblichkeit <Motiv> / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-93117 Persistent Identifier (URN)
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Konstruktion von Weiblichkeit im Werk von Betty Paoli anhand ausgewählter Gedichte, Novellen und Artikel [0.8 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wird die These aufgestellt, dass Betty Paoli in den unterschiedlichen Gattungen Weiblichkeit auf verschiedene Arten darstellt. Um dies zu untersuchen, werden als Basis soziale und kulturelle Gegebenheiten des 19. Jahrhunderts mit dem Fokus auf Biedermeierzeit erläutert. Das Leben der Autorin wird vorgestellt, um zu zeigen, dass es unmittelbare Auswirkungen auf ihr Schaffen hatte.Die Untersuchung ausgewählter Texte zeigt die unterschiedliche Konstruktion von Weiblichkeit. Die herangezogenen Gedichte präsentieren eine Plattform, die die Dichterin dazu nützte, die zu ihrer Zeit herrschenden Geschlechterrollen zu hinterfragen. Durch äußere Umstände bestimmt, scheiden konventionelle weibliche Lebensentwürfe mit Ehe und Mutterschaft für die Dichterin aus. Das lyrische Ich ist zwar als weibliches zu identifizieren, zeigt sich aber stark, selbständig, kreativ schaffend und offenherzig in der Darstellung seiner Gefühle. Dem steht die Konstruktion von Weiblichkeit in Paolis Feuilletons gegenüber. Die Analyse dreier ausgewählter Essays Paolis weist widererwarten keine radikal-feministische Einstellung auf, sondern zeigt die Forderung nach einer Erweiterung des gängigen Weiblichkeitsmodells des 19. Jahrhunderts. Ehe und Mutterschaft sind akzeptierte gesellschaftliche Konstrukte, jedoch kritisierte Paoli es, dass dies der einzig mögliche Lebensweg für bürgerliche Frauen des Mittelstandes sei. Vor allem in Anbetracht der so genannten „Frauenfrage“, also des historisch bedingten Überschusses an ledigen bürgerlichen Frauen, forderte sie Bildung und die Möglichkeit der Berufstätigkeit für Frauen. Die Frauenfiguren der Novellen Paolis sind wenig tiefgründig gestaltet. Sie machen deutlich, dass die Vorstellungen von Weiblichkeit der Autorin die des patriarchalen Systems sind. Schönheit, Stolz, das Erdulden von Schmerz und die Hingabe an die Familien sind die Basis dessen, was Weiblichkeit in Paolis Novellen ausmacht.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis discusses how femininity is constructed in the literary work of Betty Paoli. One hypothesis is that Paoli varies her way of depicting femininity in different literary genres. Thus the analysis is based on distinct social and cultural conditions of the 19th century with a focus on the Biedermeier period. Furthermore, the life of the author is presented to show that it had direct effects on her creative activity.The analysis of her works shows distinct constructions of femininity. The selected poetry represents a platform for the author to bring prevalent roles of the sexes into question. Given the circumstances of her own life conventional female outlines of life with marriage and motherhood are no option. Although the lyrical self can be identified as female it is portrayed as strong, independent, creative, and open in the display of emotions.In contrast to her poetry the essays do not show such a blatant feminist attitude of Paoli. Instead, they claim an extension of the common female role stereotype of the 19th century. Marriage and motherhood are accepted social constructions, nevertheless, Paoli utterly criticises that it was the only appropriate way of life of a bourgeois women. Particularly considering the historically caused majority of unmarried women she demands sound education and the opportunity for occupation for women.Paolis female characters convey that the idea of femininity correspond to the patriarchal system. This acceptance of role stereotypes can be found primarily in her short novels. Beauty, pride, endurance of distress, and devotion to the family are basic concepts of femininity in Paolis short novels.

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