Titelaufnahme

Titel
Anitsemitismus [Antisemitismus] in Österreich und die Strategien gegen ihn
Weitere Titel
Antisemitismus in Österreich und die Strategien gegen ihn
Antisemitsm in Austria and strategies against him
Verfasser/ VerfasserinJanser, Denise
Begutachter / BegutachterinLamprecht, Gerald
Erschienen2015
UmfangV, 119 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Antisemitismus / Österreich / Antisemitismus / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-93060 Persistent Identifier (URN)
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Anitsemitismus [Antisemitismus] in Österreich und die Strategien gegen ihn [1.94 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Antisemitismus in Österreich ist kein plötzlich entstandenes Phänomen. Die Geschichte des Antisemitismus hat eine lange Tradition und weist in der historischen Betrachtung Kontinuitäten und Brüche auf. Die Wurzeln liegen bereits in der Antike im sogenannten christlichen Antijudaismus. Durch die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Antisemitismus im österreichischen Kontext wird ersichtlich, dass er nie ganz verschwunden ist. Vielmehr zogen sich antisemitische Tendenzen durch das Mittelalter und die Neuzeit bis hin zur gegenwärtigen Zeitgeschichte. Traditionelle Vorurteile spiegeln die angesprochene Kontinuität wider und antisemitische Stereotype sind bis heute Teil öffentlicher und privater Diskurse. Einen eindeutigen Bruch in der Geschichte des österreichischen Antisemitismus stellt der Zweite Weltkrieg mit dem Holocaust dar. Die Gräueltaten und planmäßigen Ermordungen, die an Jüdinnen und Juden verübt wurden, sind nicht vergleichbar mit anderen historischen Ereignissen. Anzunehmen wäre, dass der Antisemitismus nach diesen Geschehnissen ein Ende gefunden hätte. Das ist jedoch nicht der Fall. Antisemitische Haltungen wurden nach dem Holocaust zwar eher in den privaten Bereich verdrängt, dennoch blieben sie bestehen. In den 1970er- und 1980er-Jahren verbreiteten sich solche Haltungen und Tendenzen wieder vermehrt in der Öffentlichkeit. Auch der "Revisionismus" und die Holocaustleugnung als primär antisemitische Werkzeuge nahmen in dieser Zeit an Intensität zu. Anhand dieser Entwicklung wird deutlich, dass es einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus in Österreich bedurfte und bedarf. Auf politischer Ebene wurde das "Verbotsgesetz" erlassen, welches in weiterer Folge zu einem Instrument gegen Antisemitismus wurde. Mit der Gründung von Institutionen, die gegen Antisemitismus arbeiten, wurde und wird auf gesellschaftlicher Ebene versucht antisemitische Tendenzen einzudämmen. Dabei spielt auch die Institution Schule eine wichtige Rolle.

Zusammenfassung (Englisch)

Antisemitism in Austria is not a sudden arisen phenomenon. The history of antisemitism has a long tradition and shows continuities as well as discontinuities in the historical perspective. The roots lie in ancient times in the so-called Christian antijudaism. Through the historical examination of antisemitism in the Austrian context it is evident that it has never entirely disappeared. Rather, antisemitic tendencies evolved from the Middle Ages through the modern era and up to contemporary history. Traditional prejudices reflect this continuity, as stereotypes accompany the history of antisemitism until today. A clear break in the history of Austrian antisemitism is constituted by the Second World War including the Holocaust. The atrocities and systematic assassinations that were perpetrated on Jews are not comparable to any other historical events. It would be expected that antisemitism would have come to an end after the events of World War II. This is however not the case. Antisemitic attitudes were indeed displaced after the Holocaust, namely, into the private domain,yet they remained. In the 1970s and 1980s such attitudes and tendencies propagated increasingly again in public life. Also, the "revisionism" and denial of the Holocaust as primary antisemitic tools increased in intensity at this time. Based on this development it is evident that a critical examination of antisemitism in Austria is required. On the political level, the "Prohibition Act of 1945" was enacted, which subsequently became an instrument against antisemitism. With the establishment of institutions that work against antisemitism, it has been and is being attempted to curb antisemitic tendencies at societal level In the course of this, the school as an institution also plays an important role.

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