Titelaufnahme

Titel
Anzeigeverhalten: Straf- und medienrechtliche Schranken / vorgelegt von Sophie Kerbacher
Verfasser/ VerfasserinKerbacher, Sophie
Begutachter / BegutachterinSchick Peter
Erschienen2015
UmfangXII, 98 Bl., Bl. a - w : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Strafanzeige / Österreich / Strafanzeige / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-92757 Persistent Identifier (URN)
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Anzeigeverhalten: Straf- und medienrechtliche Schranken [3.98 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Erstattung einer Strafanzeige ist der erste Schritt um vermeintlich strafbares Verhalten aufzuzeigen. Daraufhin kann die nähere Auseinandersetzung mit dem Sachverhalt zu einer rechtlichen Beurteilung führen. Die Anzeigeerstattung stellt somit ein wirksames Instrument der Sozialkontrolle dar. Dennoch kommt es aus den unterschiedlichsten Gründen oftmals nicht zu einer Anzeigeerstattung. Dieser Themenbereich rund um das Anzeigeverhalten und die rechtlichen Vorschriften, die sowohl eine Anzeigepflicht als auch ein Anzeigerecht beinhalten, sollen näher erläutert werden.Das Hauptaugenmerk der Diplomarbeit liegt auf der Fragestellung, inwiefern dem Anzeigeverhalten rechtliche Schranken gesetzt sind. Die öffentliche Herabwürdigung einer Person ist ein hoher Preis für eine Anzeige, die sich möglicherweise als falsch herausstellt. Daher ist es sinnvoll den weiten Schutz der Meinungsäußerungsfreiheit zu beschränken.Anhand von Kommentaren und zahlreichen Judikaturbeispielen nationaler Gerichte und des EGMR sollen die relevanten Normen sorgfältig ausgearbeitet werden. Die strafrechtlichen Schranken versuchen vor allem den Einzelnen vor Diffamierungen zu bewahren. Relevant sind in diesem Zusammenhang die Ehrenbeleidigungsdelikte der §§ 111 bis 115 StGB und die Verleumdung in § 297 StGB. Die medienrechtlichen Schranken knüpfen an das Strafrecht an. Die Arbeit will auch die Aufmerksamkeit auf die Medien, die im Zentrum des Medienrechts stehen und ihrer Rolle als sog. public watchdog lenken. Eine sachliche Informationsweitergabe ist nie beschränkt, aber sobald die Berichterstattung Diffamierungen bzw. Eingriffe in die Privatsphäre enthält, sind die §§ 6 bis 7b MedienG anzuwenden.Abschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse rekapituliert und Änderungsvorschläge für die Zukunft geliefert.

Zusammenfassung (Englisch)

Pressing criminal charges is the first step to disclose alleged criminal behaviour. Subsequently a more detailed examination of the case can be started and legal judgements can be derived. At the same time pressing charges ensures an effective social control. However, there are several reasons that often keep people from pressing criminal charges. The subject area concerning the process of pressing charges and the legal rules and regulations, which include both the duty and the right to press charges should be elucidated.The main focus of the thesis is set on the question of how and to what extent the process of pressing charges faces legal barriers. Public humiliation is a high price to pay for a charge, which could eventually prove to be at fault. Therefore, it is reasonable to restrict the wide range of the right to freedom of expression.On the basis of commentaries and numerous decisions from both national courts and the ECHR the relevant sections should be elaborated. Restrictions under criminal law especially try to prevent individuals from defamations. Regarding this context, the offences under sections 111 to 115 of the Criminal Code and the offence of slander under section 297 of the Criminal Code are relevant. Restrictions under media law are closely linked to criminal law. This thesis thus also wants to put emphasis on the media that play a central role in media law and their contribution as a so-called public watchdog. Objective dissemination of information is never restricted, but as soon as media coverage contains defamations or infringements of privacy, the sections 6 to 7b of the Media Act apply.In conclusion the gained knowledge and the rationale are displayed and suggestions for changes for the future are made.