Titelaufnahme

Titel
Genderreflexive Arbeit in Beratungs- und Bildungsorganisationen der Sozialen Arbeit / vorgelegt von Anita Ursula Tauss
Verfasser/ VerfasserinTauss, Anita Ursula
Begutachter / BegutachterinHeimgartner, Arno
Erschienen2015
Umfang199 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Sozialarbeit / Gender Mainstreaming / Sozialarbeit / Gender Mainstreaming / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-92543 Persistent Identifier (URN)
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Genderreflexive Arbeit in Beratungs- und Bildungsorganisationen der Sozialen Arbeit [3.56 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der vorliegenden Master-Arbeit liegt die Beschäftigung mit genderreflexiver Arbeit in Beratungs- und Bildungsorganisationen der Sozialen Arbeit zugrunde, welche über die theoretische Vermittlung zur praktischen Umsetzung über die Weiterbildung in Berufsfeldern der Sozialen Arbeit Teil der Professionalität ist. Für genderreflexive Arbeit sind die professionelle Haltung, Einstellung und das Bewusstsein des eigenen genderbezogenen Verständnisses eines Geschlechterverhältnisses, das über die gesellschaftlich verankerten stereotypen Zuschreibungen thematisiert und problematisiert wird, die Grundlage des Handelns. Genderreflexivität als Basiskompetenz in der Sozialen Arbeit verifiziert sich über die Selbstreflexivität der Professionistinnen und Professionisten, welche über die kritische Selbstreflexion das implizite Geschlechterwissen expliziert. Diese Haltung, Einstellung und das Bewusstsein sind auch der Gegenstand der Untersuchung der Teilnehmenden an einem Lehrgang zur Ausbildung als Gender Beraterin/Gender Berater im eigenen Berufsfeld, indem diese in Form von qualitativen Interviews, deren inhaltsanalytische Auswertung computergestützt durchgeführt wurde, erhoben wurden. Interviewt wurden zu gleichen Teilen Frauen und Männer als Teilnehmende, wobei diese als zwei paritätische Gruppen in der Auswertung behandelt wurden, um einen Vergleich der Geschlechter zu ermöglichen. Das Ergebnis dieses Vergleiches umfasst ein überdurchschnittlich tiefgehendes Bewusstsein über den Geschlechterdualismus und seine Einschränkungen, eine über die Maßen sensibilisierte Einstellung zu Geschlecht, indem über die Reflexionsebene die sozialen Konstruktionen dekonstruiert werden können und damit eine berufsrelevante Haltung, die durch einen reflexiven Ansatz die unbewusste Reproduktion von tradierten Geschlechtszuschreibungen unterbindet, sodass das Ziel genderreflexiver Arbeit die Veränderung der Tradierung bzw. deren Auflösung ist.

Zusammenfassung (Englisch)

The present Master's thesis illustrates gender-aware work in counselling and educational institutions in the field of social work. It is part of professionalism, ranging from its theoretical transfer to its practical implementation and further education in social work professions. Professional attitude and understanding and being aware of the own understanding of gender relations, which is discussed through stereotypes rooted in society form the basis for gender-aware work. Gender-awareness as a basic skill in social work is verified through self-reflection of professionals explaining the implicit gender knowledge through critical self-reflection. This thesis focuses on the professional attitude and understanding of the participants of a gender advisor course. The data was collected through qualitative interviews using a computer assisted content analysis. Equal numbers of men and women participating in the course were interviewed, whereas they were treated exactly in the same way in the analysis so that it was possible to compare male and female participants. The results of the analysis include above-average awareness about gender dualism and its limits, above-average sensitive attitude, as social constructions can be deconstructed through reflection level. It therefore shows an attitude relevant to their profession, which prevents an unconscious reproduction of passing on traditional gender attributions through a reflective approach, so that the aim of gender-aware work is to change how to pass on traditions or disband them.