Titelaufnahme

Titel
Basic income between economic growth and degrowth : positions among activists for the popular initiative in Switzerland / Tobias Krall
Verfasser/ VerfasserinKrall, Tobias
Begutachter / BegutachterinSturn, Richard
Erschienen2015
UmfangVIII, 82 S. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Schweiz / Garantiertes Mindesteinkommen / Schweiz / Garantiertes Mindesteinkommen / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-92470 Persistent Identifier (URN)
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Basic income between economic growth and degrowth [0.69 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit untersucht die Beziehung zwischen bedingungslosem Grundeinkommen (BGE) und Wirtschaftswachstum. Analysiert wurden Erwartungen über diese Beziehung ebenso wie deren Zusammenhang mit Einstellungen zu Wirtschaftswachstum. Ausgehend von einem Literatur Review wurden problemzentrierte Interviews mit 8 Personen durchgeführt, die sich für die Schweizer Volksinitiative “Für ein bedingungsloses Grundeinkommen” engagieren. Es zeigt sich, dass das BGE weder dem Wachstumsparadigma noch dem Paradigma der Wachstumsrücknahme ausschließlich zugeordnet werden kann. Es ist wahrscheinlich, dass der tatsächliche Effekt von institutionellen Rahmenbedingungen abhängt. Für eine gegebene Region ist die Intention, mit der das BGE eingeführt wird, daher entscheidend. Die interviewten Personen haben unterschiedliche Einstellungen zum Wirtschaftswachstum, erwarten jedoch oft ähnliche Effekte. Neben unklaren Definitionen ist dies vor allem Unsicherheiten darüber geschuldet, wie viel ökonomische Aktivität außerhalb der Sphäre von Markt und Staat stattfinden wird. Jedenfalls besteht weitgehende Übereinstimmung, dass in einer Ökonomie mit BGE das BIP als Indikator an Bedeutung verlieren wird. Darüber hinaus hat Van Parijs normatives Prinzip “leximin real freedom” keine a priori Präferenz für Wachstum oder Wachstumsrücknahme, sondern empfiehlt den ökonomischen Pfad, welcher das höchste nachhaltige BGE ermöglicht.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis investigates the relationship between unconditional basic income (UBI) and economic growth. Expectations about this relationship were analysed as well as their interrelation with attitudes towards economic growth. Based on a literature review, problem-centred interviews were conducted with 8 individuals who are active for the Swiss popular initiative “For an unconditional Basic Income”. It is found that UBI cannot be ascribed exclusively to either the growth or the degrowth paradigm. The actual effect is likely to depend on various institutional circumstances of the implementation. Thus, for a given region, the intention with which UBI gets implemented is of utmost importance. Interviewees have different attitudes towards economic growth, nevertheless, they often expect similar effects. Beside unclear definitions, this is mainly due to uncertainties about how much economic activity will take place outside the sphere of market and state. In any case, there is broad agreement that the indicator of GDP will lose importance in an economy where UBI is implemented. Moreover, Van Parijs' normative principle of “leximin real freedom” has no a priori preference for either growth or degrowth, but advises the economic path that allows the highest sustainable UBI.