Titelaufnahme

Titel
Placebo- und Reappraisalwirkungen auf die Aktivierung in kognitiven Kontrollarealen beim Betrachten von ekelerregenden Bildern : eine fMRT-Studie / Veselina Valkova
Verfasser/ VerfasserinValkova, Veselina
Begutachter / BegutachterinSchienle, Anne
Erschienen2015
Umfang92 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Ekel / Gefühlsempfindung / Hirnareal / Funktionelle Kernspintomografie / Ekel / Gefühlsempfindung / Hirnareal / Funktionelle Kernspintomografie / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-92411 Persistent Identifier (URN)
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Placebo- und Reappraisalwirkungen auf die Aktivierung in kognitiven Kontrollarealen beim Betrachten von ekelerregenden Bildern [1.31 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser fMRT-Studie ist es, die Wirkung zweier Emotionsregulationsstrategien auf die subjektive Bewertung des Ekelerlebens sowie die Aktivierungen frontaler kognitiver Kontrollareale (dorsomedialer präfrontaler Cortex (DMPFC), dorsolateraler präfrontaler Cortex (DLPFC), ventrolateraler preäfrontaler Cortex (VLPFC), orbitofrontaler Cortex (OFC) sowie anteriorer cingulärer Cortex(ACC)) zu untersuchen. Hierbei wurde zum ersten Mal eine absichtliche (Reappraisal) mit einer automatischen (Placebo) Emotionsregulationsstrategie verglichen. Insgesamt nahmen 50 gesunde Frauen mit durchschnittlicher bis überdurchschnittlicher Ekelempfindlichkeit an der Studie teil. Der Frauen wurden im Rahmen der drei experimentellen Bedingungen (Passive Viewing, Placebo und Reappraisal) ekelerregende sowie neutrale Bilder präsentiert, die sie nach emotionalem Gehalt anhand einer neun-stufigen Skala bewerten mussten. Es zeigte sich, dass sowohl das Reappraisal als auch das Placebo die subjektive Bewertung des erlebten Ekels reduzierten. Weiterhin zeigte sich, dass während des Betrachtens der ekelerregenden Bilder bei dem Reappraisal-Einsatz im Kontrast zu dem passiven Betrachten Regionen wie bilateraler DLPFC, bilateraler VLPFC sowie linker DMPFC aktiver sind. Bei dem direkten Vergleich der beiden Strategien ergab sich, dass beim Betrachten der ekelauslösenden Bilder nach der Placebo-Verabreichung der bilaterale DMPFC, der bilaterale OFC sowie der bilaterale ACC schwächer aktiviert wurden.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this fMRT study is to examine the effect of two emotion regulation strategies on the subjective assessment of the disgust experience as well as the activations on the cognitive controlling areas (prefrontal cortex (PFC), dorsomedial prefrontal cortex (DMPFC), dorsolateral prefrontal cortex (DLPFC), orbitofrontal cortex (OFC) as well as anterior cingulate cortex(ACC)). In this study a deliberate (Reappraisal) was compared for the first time to an automatic (Placebo) emotion regulation strategy. All together 50 healthy women took part in the study. The participants underwent a retest design where they were presented disgusting and neutral pictures. There were three experimental conditions (Passive Viewing, Placebo and Reappraisal). The results evidenced that the Reappraisal as well as the Placebo reduced the experienced disgust. Furthermore there was a higher activation during presentation of the disgusting pictures with the Reappraisal application in contrast to Passive Viewing of bilateral DLPFC, bilateral VLPFC and left DMPFC. Comparing both strategies it accrued that the bilateral DMPFC, the bilateral OFC as well as the bilateral ACC were activated more weakly while regarding the disgust-releasing pictures after the placebo.