Titelaufnahme

Titel
Die Auswirkungen eines Eigen- vs. Fremdgruppenvergleichs auf das instrumentelle Selbstkonzept und im Weiteren auf die Leistung bei Österreicherinnen und Deutschen / Mirjam Karch
Verfasser/ VerfasserinKarch, Mirjam
Begutachter / BegutachterinAthenstaedt, Ursula
Erschienen2015
Umfang102 Bl. : Zsfassung (1 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Fremdgruppe / Eigengruppe / Nationalität / Selbstbild / Stereotyp / Fremdgruppe / Eigengruppe / Nationalität / Selbstbild / Stereotyp / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-92346 Persistent Identifier (URN)
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Die Auswirkungen eines Eigen- vs. Fremdgruppenvergleichs auf das instrumentelle Selbstkonzept und im Weiteren auf die Leistung bei Österreicherinnen und Deutschen [2.23 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Menschen sind soziale Wesen, die sich verschiedenen Gruppen zugehörig fühlen. Die Mitgliedschaft zu einer bestimmten Gruppe, z.B. einer Nation, kann durch einen sozialen Vergleich aktiviert werden. Infolgedessen werden stereotype Eigenschaften, die man über die Eigengruppe hat, zur Selbstbeschreibung herangezogen und interindividuelle Unterschiede treten in den Hintergrund. Dies kann im Weiteren zu eigengruppen-typischem Verhalten führen. Durch den Vergleich mit der Fremdgruppe (FG) treten die Unterschiede zur Eigengruppe in den Vordergrund. Infolgedessen zeigt die Person Kontrastverhalten und beschreibt sich noch stärker den Stereotypen der Eigengruppe entsprechend. Eine stereotype Annahme bezüglich ÖsterreicherInnen und Deutschen lautet, dass Deutsche im Vergleich zu ÖsterreicherInnen kompetenter sind. In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, ob sich Österreicherinnen und Deutsche bei Konfrontation mit der Eigen- oder Fremdgruppe, durch die Aktivierung der Kategorie Nationalität im Selbstkonzept, dem Stereotyp ihrer eigenen Nationalität entsprechend einschätzen und verhalten. Des Weiteren wurde überprüft, ob dieser Zusammenhang durch die Identifikation mit der eigenen Nationalität beeinflusst wird. Es wurden 250 österreichische und 93 deutsche Frauen untersucht. Die Probandinnen wurden entweder mit einem österreichischen-, deutschen-, oder Kontrollstandard konfrontiert. Die Selbsteinschätzung wurde mittels einer Selbstkonzeptskala, das Verhalten mittels eines Leistungstest operationalisiert. Die Ergebnisse zeigten, wie erwartet, dass Österreicherinnen, die mit der FG konfrontiert wurden, bei hoher Identifikation mit der eigenen Nationalität schlechtere Leistungen erzielten als bei niedriger Identifikation. Allerdings zeigten sich keine Auswirkungen der Standards auf den Fokus, was nahe legt, dass die Ergebnisse nicht auf Vergleichseffekte sondern vielleicht auf andere psychologische Mechanismen zurückzuführen sind (z.B. stereotype threat).

Zusammenfassung (Englisch)

It lies in the nature of humans to feel part of various groups. The membership of a particular group, e.g. a nation, can be activated by a social comparison. Consequently, stereotypical characteristics that people have about themselves are used for self-description and individual differences become less important. In addition, this can lead to behaviour that is typical for the in-group. Due to a comparison with the out-group, more focus is laid on the differences to the in-group. As a result, the persons show contrast-behaviour and describe themselves even more with the in-group stereotypes. A stereotypical assumption about Austrians and Germans is that Germans are more competent than Austrians. The aim of the present study was to investigate whether Austrians and Germans, who get confronted with the in- or the out-group, describe themselves and in addition behave according to their national stereotypes. Furthermore, it was investigated whether the identification with the own nationality had an influence on this relation. The sample consisted of 250 Austrian and 93 German women. The participants were confronted with either an Austrian-, German-, or control-standard. The self-evaluation was measured by a self-concept-scale and the behaviour was operationalized with a performance test. The results showed that, as expected, Austrians, who were confronted with a German standard and who highly identified themselves with their own nationality, achieved a lower performance than Austrians whose identification with their own nationality was low. Nevertheless the standards had no impact on the focus which leads to the conclusion that the results are not attributable to comparison effects but maybe occurred as a result of other psychological mechanisms (e.g. stereotype threat).