Titelaufnahme

Titel
Kinder psychisch kranker Eltern : Bedürfnisse und Probleme betroffener Kinder aus der Sicht von MitarbeiterInnen psychosozialer Zentren / vorgelegt von Mara Eggel
Verfasser/ VerfasserinEggel, Mara
Begutachter / BegutachterinReicher, Hannelore
Erschienen2015
UmfangIX, 110, XVIII Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Psychische Störung / Eltern / Kind / Bedürfnis / Psychosoziale Arbeit / Psychische Störung / Eltern / Kind / Bedürfnis / Psychosoziale Arbeit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-92324 Persistent Identifier (URN)
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Kinder psychisch kranker Eltern [0.95 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Thematik „Kinder psychisch kranker Eltern“. Lange Zeit galten Kinder psychisch kranker Eltern als die „kleinen vergessenen Angehörigen“. Ziel dieser Arbeit ist es, diesem Thema mehr Gewicht zu verleihen und den Kindern vermehrte Aufmerksamkeit zu schenken. Die kindliche Entwicklung wird maßgeblich von Risiko- und Schutzfaktoren mitbestimmt welche auch in dieser Arbeit berücksichtigt werden. Einfluss darauf nimmt das Konzept der Resilienz, also die Widerstandsfähigkeit eines Kindes sich trotz schwierigen Situationen weitgehend gesund zu entfalten. Ein Aspekt, der oftmals vergessen bzw. vernachlässigt wird, ist die kindgerechte Aufklärung. Für Kinder wäre es von Bedeutung, über die Krankheit und den weiteren Behandlungsverlauf der Eltern aufgeklärt zu werden. Im Rahmen einer qualitativen Interviewforschung wird der Frage nachgegangen, wie Bedürfnisse und Probleme der Kinder psychisch kranker Eltern von MitarbeiterInnen psychosozialer Zentren wahrgenommen werden. Als Erhebungsinstrument wurde das leitfadengestützte Interview eingesetzt. Grundsätzlich kann aufgezeigt werden, dass bei der Auswertung der einzelnen Interviews ein bemerkenswerter Zusammenhang zwischen Theorie und Empirie besteht. Die Antworten der sechs ExpertInnen waren größtenteils übereinstimmend und somit kann festgehalten werden, dass sie in ihrer Arbeit mit den Kindern ähnliche Erfahrungen machen. Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder das Bedürfnis verspüren über die elterliche Krankheit aufgeklärt zu werden. Aus den Interviews wurde ersichtlich, dass das Vorhandensein von Bezugspersonen für Kinder ganz wesentlich ist. Dabei ist wichtig, dass sie die Erlaubnis der Eltern bekommen mit den Vertrauenspersonen offen über die familiäre Situation zu sprechen. Wie in der Theorie beschrieben, konnte in dieser Forschung bestätigt werden, dass Parentifizierung und Tabuisierung für betroffene Kinder große Probleme darstellen.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis deals with the topic Children of Mentally Ill Parents and is divided into two parts. The first part describes the theoretical aspects and the second section presents the empirical research. For a long time, children of mentally ill parents were presumed to be the small forgotten relatives. The purpose of this study is to give more attention to these kids. Due to the parental illness the children have a lot of serious stress and problems. Preferably, children are exposed to an increased risk of developing a mental illness themselves in the course of their lives. The childs development is significantly influenced by risk and protective factors, which are also be considered in this paper. The resilience, that is to say the resistance of a child to develop widely healthy despite the difficult situation, has influence on that. One fact that is often forgotten or even neglected is the appropriate clearing up for children. It would be important for kids and teenagers to be aware of their parents illness and the further therapy process as well. This study examines children of mentally ill parents and how they are perceived by the employees of psychosocial centres. Interviews were used to collect data about kids problems and needs. The preliminary results of the research show that there is a remarkable correlation between theory and empirical findings. The responses of the six experts were mostly consistent in that they have had similar experiences with the children in light of their work. The results show that children feel the need to be informed about the parental illness. It became obvious from the interviews that the presence of attachment figures is essential for children. Although the permission from their parents to talk about the domestic situation with the attachment figures is important. As described in theory, it could be confirmed in this research that parentification and taboo caused major problems for children affected.