Titelaufnahme

Titel
Machtverhältnisse im institutionellen Kontext von Aushandlungsprozessen des Berufszugangs von MigrantInnen : eine dispositivanalytische Perspektive / vorgelegt von Petra Ehgartner
Weitere Titel
Power relationships in the institutional context of negotiation processes regarding the access of migrants to work life : a dispositive-analytic perspective
Verfasser/ VerfasserinEhgartner, Petra-Maria
Begutachter / BegutachterinSorgo, Gabriele
Erschienen2015
Umfang139 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Einwanderer / Berufliche Integration / Partizipation / Einwanderer / Berufliche Integration / Partizipation / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-92270 Persistent Identifier (URN)
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Machtverhältnisse im institutionellen Kontext von Aushandlungsprozessen des Berufszugangs von MigrantInnen [0.82 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Machtbeziehungen manifestieren sich in sozialen Praktiken. Wenn die gesellschaftliche Ressourcenverteilung infolge von Migration in Frage gestellt wird, werden Abwehr- und Ausschlussmechanismen wirksam, um die bestehenden Verhältnisse aufrechtzuerhalten. Durch entsprechende Diskurse sowie institutionelle Verfestigungen wird nationale Identität festgeschrieben und die Differenz zwischen dem „Eigenen“ und dem „Fremden“ produziert. Die gegenständliche Arbeit richtet einen kritischen Blick auf die formellen und informellen Prozesse, die interaktiven Praktiken sowie institutionellen Strukturen, welche MigrantInnen in zwei ganz zentralen Integrationsbereichen nämlich im Zugang zu beruflicher Qualifikation und Erwerbsleben benachteiligen. Anhand des Dispositivkonzepts von Foucault werden der herrschende Bildungs- und Integrationsdiskurs, die Bildungsdiskriminierung und die ausgrenzenden institutionellen Strukturen am Arbeitsmarkt beleuchtet. Von Interesse dabei ist insbesondere, wie und in Form welcher Praktiken werden Dispositive im Zusammenhang mit dem Zugang zu beruflicher Qualifikation und Arbeitsmarktpartizipation wirksam werden und welche Interdependenzen dabei in Bezug auf andere Machtdimensionen bestehen. Die Arbeit stellt einen theoretischen Rahmen für die Entwicklung eines Forschungsdesigns zur Verfügung, wobei der Fokus auf die Motive und das Handeln der AkteurInnen in den relevanten Praxisfeldern zu lenken ist. Machtkonzepte enthalten aber in sich auch das Potenzial zu ihrer Auflösung, sodass Veränderungsperspektiven bestehen woraus sich für die Weiterbildung verschiedenste Ansatzpunkte ergeben. Bildung und Beteiligung am Erwerbsleben sind die Garanten für Existenzsicherung und Partizipation. Um das Potenzial von Vielfalt für die Gesamtgesellschaft zu erschließen, bedarf es der Rückbesinnung auf eine aufklärende Pädagogik, die in der Lage ist, die bestehenden ungleichen Machtverhältnisse zu lokalisieren, zu thematisieren sowie zu dekonstruieren.

Zusammenfassung (Englisch)

Power relationships are becoming manifest in social practices. When the distribution of resources in a society is getting contested due to migration, defense and mechanisms of exclusion are coming into effect in order to maintain the established relations. National identity is being defined by relevant discourses and institutional solidification of these discourses. Based on that the difference between the “own” and the “foreign” is being produced. The master thesis takes a critical glance at formal and informal processes as well as at interactive practices and institutional structures whereby migrants are getting disadvantaged in two of the most relevant areas of integration: access to professional qualification and access to working life. By means of Foucaults dispositive-concept dominant discourses on education and integration, educational discrimination and segregating institutional structures on the labour market are being explored. Of particular interest thereby is how and in terms of which practices dispositives are coming into effect with regard to the access to professional qualification and participation in the labour market. Moreover interdependent effects relating to other dimensions of power are playing a major role. With this master thesis a theoretical framework for the development of a research design shall be provided, whereupon the motivation and action of the players in relevant fields of practice shall be focused. Concepts of power contain, however, the potential for liquidation in itself so that perspectives for change exist. Out of it starting points for further education can be derived. Education and participation in work life are the keys for ensuring survival and societal participation. In order to develop the potential of plurality for the entire society a return to a pedagogical approach is required, which is able to localize, to broach and to de-construct existing power imbalances.

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