Titelaufnahme

Titel
Der Einfluss des Geschlechts, der Ekelempfindlichkeit sowie der olfaktorischen Imaginationsfähigkeit auf die Geruchswahrnehmung : eine Studie mit den Sniffin' Sticks / Tanja Seebacher
Verfasser/ VerfasserinSeebacher, Tanja
Begutachter / BegutachterinSchienle, Anne
Erschienen2015
Umfang120 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Geruchswahrnehmung / Geschlechtsunterschied / Ekel / Geruchswahrnehmung / Geschlechtsunterschied / Ekel / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-92160 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Der Einfluss des Geschlechts, der Ekelempfindlichkeit sowie der olfaktorischen Imaginationsfähigkeit auf die Geruchswahrnehmung [4.28 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Emotion Ekel dient dazu, den Menschen vor der oralen Aufnahme kontaminierter Objekte bzw. möglichen Krankheiten zu schützen. Diese Funktion zeigt sich häufig bei Gerüchen wie etwa von verdorbenen Lebensmitteln. In der hier beschriebenen Untersuchung wurde erstmals der Zusammenhang zwischen der Ekelempfindlichkeit und der Geruchswahrnehmung untersucht. Weiters wurde überprüft, ob es einen Geschlechtsunterschied hinsichtlich der Geruchs-leistung gibt und ob die Lebhaftigkeit olfaktorischer Imaginationen mit der tatsächlichen Geruchsleistung zusammenhängt. Zur Geruchstestung wurden 20 Männer und 20 Frauen eingeladen, um mit dem klinisch validierten Verfahren der Sniffin' Sticks festzustellen, ob sie über eine durchschnittliche Geruchsleistung verfügen. Danach wurde die Sensitivität für den ekelinduzierenden Geruch von CS2 (Kohlenstoffdisulfid) erhoben, welcher an den Duft von verdorbenem Fleisch erinnert. Es zeigte sich kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Ekelempfindlichkeit und der Geruchsleistung. Die untersuchten Frauen waren sensitiver für den Geruch von verdorbenem Fleisch und bewerteten diesen als unangenehmer als die Männer. Männer und Frauen unterschieden sich hingegen nicht in ihrer allgemeinen Geruchsleistung. Die Lebhaftigkeit olfaktorischer Imaginationen korrelierte nicht signifikant mit der Geruchsleistung und der Ekelempfindlichkeit. Die Ergebnisse legen nahe, dass sich olfaktorische Geschlechtsunterschiede nur in Bezug auf ekelauslösende Gerüche zeigen, wobei evolutionspsychologische Mechanismen angenommen werden.Schlüsselwörter: Ekel, Geruch, Geschlecht, olfaktorische Imaginationsfähigkeit

Zusammenfassung (Englisch)

Disgust protects humans from the oral incorporation of contaminants and potential diseases. This function often refers to the sense of olfaction like the smell of rotten food. This study examined the relation between disgust sensitivity (the tendency to react with disgust in different situations) and olfactory functions. Additionally, it was proved if there exist gender differences in olfaction and if the vividness of olfactory imagery correlates with olfactory performance estimates. 20 men and 20 women were invited to olfactory testing sessions. First, their general olfactory performance was measured using the Sniffin' Sticks. Next, olfactory sensitivity for the odor of CS2 (carbon disulfide smelling like rotten meat) was recorded. There were no significant correlations between disgust sensitivity and the olfactoryperformance parameters. Women were more sensitive for the odor of CS2 than men and also rated it as more unpleasant. General olfactory performance scores revealed no gender differences. Data showed no significant correlations between the vividness of olfactory imagery and olfactory performance or disgust sensitivity. According to the results, gender differences seem to be limited to disgust evoking odors. Considering the protective function of disgust, evolution based mechanisms are assumed to cause olfactory gender differences.Key words: disgust, olfaction, gender, olfactory imagery