Titelaufnahme

Titel
Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung : was heißt das eigentlich? / vorgelegt von Anita Henning-Bortmes
Verfasser/ VerfasserinHenning-Bortmes, Anita
Begutachter / BegutachterinHeimgartner, Arno
Erschienen2015
Umfang135 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kindeswohl / Kindeswohl / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-92006 Persistent Identifier (URN)
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Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung [0.68 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Masterarbeit setzt sich mit der Bestimmung der Begriffe des Kindeswohls und der Kindeswohlgefährdung auseinander. Eine bedeutsame Rolle kommt dabei der Kinder- und Jugendhilfe zu, welche die Aufgabe hat das Wohl von Kindern zu schützen. Am Anfang der theoretischen Konstrukte werden daher die Grundzüge der österreichischen Kinder- und Jugendhilfe erläutert. Da sich mit dem B-KJHG 2013 eine gesetzliche Veränderung vollzogen hat, wird auch dieses miteinbezogen und einer genauen Betrachtung unterzogen. Das Hauptaugenmerk wird jedoch auf die Brennpunkte des Kindeswohls und der Kindeswohlgefährdung gelegt. Allerdings handelt es sich vor allem beim Kindeswohl um einen Begriff, über den sowohl in der Fachliteratur als auch in den gesetzlichen Bestimmungen große Uneinigkeit herrscht. Ähnlich verhält es sich mit dem Begriff der Kindeswohlgefährdung. Damit beim Prozess der Gefährdungsabklärung besser und individueller darüber entschieden werden kann, welche weitere Vorgehensweise dem Wohl des Kindes entspricht und welche nicht, erscheint es interessant, zu erheben, welche Vorstellungen ExpertInnen in den verschiedenen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen zu beiden Begriffen haben und sie mit jenen in der Literatur zu vergleichen. Dies erfolgt im empirischen Teil mit Hilfe von ExpertInneninterviews, anhand derer die Forschungsfrage beantwortet wird. Die so gewonnen Ergebnisse werden mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring hinsichtlich eines vorher aufgestellten Kategoriensystems ausgewertet. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die befragten ExpertInnen sehr unterschiedliche Vorstellungen zu beiden Begriffen haben und diese sich zum Teil stark von jenen in der Fachliteratur unterscheiden. Vermutlich hat dies mit den langjährigen Erfahrungen in der direkten Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu tun, die einer Gefährdung ausgesetzt waren und jetzt fremduntergebracht sind.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis addresses the determination of the terms “childs wellbeing” and “endangering of the childs wellbeing”. The system of the youth welfare has an important role in this process by protecting the childs wellbeing. Due to this the basic principles of Austrian Youth Welfare are being explained at the beginning of the theoretical contents. As legal changes have taken place with the federal Child and Youth Welfare Act 2013, this is also included and subjected to close analysis, while the main focus remains on aspects of child welfare and child endangerment. However, the term “child welfare” is characterized by a huge disagreement in specialized literary and the determinations in law. The situation is similar with the term “endangering of the childs welfare”. To be able to provide a better and more individually decision during the process of risk evaluation regarding what kind of further course of action is in the best interest of the childs wellbeing and whats not, it seems interesting to analyze, what ideas experts in various child welfare facilities have on both terms and to compare them with the representations in literature. This will be adressed in the empirical part by using expert interviews to answer the question of this thesis. Afterwards the results will be evaluated by means of qualitative content analysis according to Mayring, based on a pre-established category system. In summary it can be said, that the surveyed experts have very different understandings of both terms, with partially huge differences to the definitions in the literature. Presumably this has to do with many years of experience in the direct work with children and adolescents, who were exposed to risk and are now alien accommodated.