Titelaufnahme

Titel
Verlorene Jugend? : Wahrnehmung der Jugendzeit junger Soldaten im Zweiten Weltkrieg / vorgelegt von Heike Reicher
Verfasser/ VerfasserinReicher, Heike
Begutachter / BegutachterinWächter, Natalia
Erschienen2015
Umfang106 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Weltkrieg <1939-1945> / Jugend / Soldat / Wahrnehmung / Weltkrieg <1939-1945> / Jugend / Soldat / Wahrnehmung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-91999 Persistent Identifier (URN)
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Verlorene Jugend? [1.14 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Immer wieder ist in Verbindung mit jugendlichen Soldaten aus dem 2. Weltkrieg die Phrase „Verlorene Jugend“ zu hören. Doch was genau ist diese verlorene Jugend? Sehen die Betroffenen selbst ihre Jugend als verloren an?Dieser Frage wird unter anderem in dieser Arbeit nachgegangen. Hierfür wurden narrative Interviews mit Betroffen geführt, welche ausführlich von ihrer Zeit vor, während und nach dem Krieg berichteten. Anschließend wurden die Ergebnisse transkribiert, kodiert und anhand dieser Codes wurden die Forschungsfragen mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse beantwortet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Wahrnehmung der eigenen Jugendzeit stark von der Sozialen- und der Bildungsschicht abhängt. So haben die Befragten, welche bereits während ihrer Schulzeit nebenbei arbeiten mussten, ihre Jugendzeit kaum wahrgenommen. Daher haben sich auch nicht das Gefühl, dass sie durch den Krieg ihre Jugend verloren hätten. Ein Befragter, welcher maturierte, danach studierte und nicht nebenbei arbeiten musste, ist der Meinung, dass er durch den Krieg eine verlorene Jugend hatte. Diese Ausführungen der Befragten decken sich mit den Ergebnissen der durchgeführten Literaturrecherche. Außerdem wurde in dieser Arbeit auf die Theorie der „Skeptischen Generation“ von Schelsky eingegangen. Auch hier sind zwischen Schelskys Theorie und der Meinung der Befragten einige Parallelen zu finden.

Zusammenfassung (Englisch)

In conjunction with adolescent soldiers from World War II over and over the phrase “lost youth” can be found. But what exactly is “lost youth”? Do the victims themselves feel that they had a lost youth? Beside other things this question will be answered at this master thesis. Four narrative interviews with victims were carried out where they were pleased to tell me about their time before, during and after the war. After that the results were transliterated and encoded. Based on these codes and the qualitative content analysis the research questions were tried to be answered. The results show, that the cognition of the own adolescence strongly depend on the social-class and education. The interviewees who had to work during their schooldays barely noticed their youth. Therefore they dont have the feeling, that they have lost their youth because of the war. On the other hand one interviewee who graduated, began to study and didnt have to work during school has the opinion that he lost his youth because of the war. These interviewee`s statements correspond with findings from the literature review made. Furthermore we will take a close look into the theory “sceptical generation” from Schelsky. Also between Schelskys theory and the opinion from the interviewees equal views can be found.