Titelaufnahme

Titel
Das Theater mit dem Vergessen : Theaterarbeit mit demenziell erkrankten Menschen / vorgelegt von Elisbeth Brandstätter
Verfasser/ VerfasserinBrandstätter, Elisabeth
Begutachter / BegutachterinWrentschur, Michael
Erschienen2015
Umfang131 S. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Diagr.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Demenz / Theaterarbeit / Demenz / Theaterarbeit / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-91908 Persistent Identifier (URN)
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Das Theater mit dem Vergessen [1.45 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Demenz ist ein Syndrom, das aufgrund einer Schädigung oder Zerstörung von Nervenzellen im Gehirn zu einer kognitiven und physischen Leistungsminderung führt. In Österreich sind rund 130.000 Menschen davon betroffen und laut Schätzungen wird der Anteil an Demenzerkrankten steigen. Neben der medizinischen Sichtweise können auch soziale, psychosoziale und umweltbedingte Faktoren für die Entstehung, Verstärkung oder Reduzierung einer demenziellen Erkrankung relevant sein. Häufig ist das Thema Demenz auch mit Ängsten und Tabus behaftet, wodurch es zu einer Etikettierung des Krankheitsbildes und in weiterer Folge zur sozialen Ausgrenzung und Stigmatisierung der Betroffenen kommen kann. In diesem Zusammenhang wurde auch die Theaterarbeit auf diese Zielgruppe aufmerksam. Der Fokus liegt dabei in der Ausschöpfung der Kreativität, dem Sozialen und der Persönlichkeitsbildung. Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, das Feld der Theaterarbeit mit demenziell erkrankten Menschen genauer zu beleuchten. Dadurch soll auf die noch relativ neue Zielgruppe der Theaterarbeit aufmerksam gemacht werden um dazu beizutragen, dass das Interesse an diesem Handlungsfeld weiter wächst. Hierfür wurden acht leitfadengestützte ExpertInneninterviews geführt. Die Ergebnisse der Untersuchung verdeutlichen, dass die Theaterarbeit einen Beitrag zur Förderung der kulturellen und gesellschaftlichen Teilhabe, zum kreativen Ausdruck, zur Hervorhebung der Ressourcen, sowie zur Verbesserung der Lebensqualität leistet. Durch die künstlerische Arbeit wird das tabuisierte Thema Demenz sichtbar gemacht und die Betroffenen können selbst zu Wort kommen. Dabei liegt der Fokus nicht auf der Krankheit, sondern auf den Ressourcen der TeilnehmerInnen. Durch die Theaterarbeit können ganz andere Perspektiven einer Demenz entstehen.

Zusammenfassung (Englisch)

Dementia is a syndrome that leads to cognitive and physical deficiency as a result of damage or destruction of nerve cells in the brain. In Austria approximately 130.000 people are affected by dementia and according to estimates this number will rise. Additional to medical perception there are social, psychosocial and environmental factors that may be relevant for the development, enhancement or reduction of a dementia disease. Dementia as a condition is often the subject of fears and taboos, sometimes leading to affected people being labelled which can cause social exclusion and stigmatization. In this context the theatre work became aware to this target audience. The focus of theatre pedagogy is the fulfillment of creativity as well as social and personal development. The goal of this master thesis was to explore the field of theatre work with people affected by dementia and draw attention to this new target audience in the field of theatre pedagogy. For this purpose eight interviews with experts were conducted. The results of this research show that the theatre work contributes to positive cultural and social participation, creative expression as well as emphasizing personal resources and improving quality of life. Using artistic work the tabooed subject of dementia becomes visible and the persons concerned are enabled to become vocal. Theatre work can develop different perspectives on the subject dementia as the focus isnt set on the disease, but rather on the resources of the participants.