Titelaufnahme

Titel
Montessori-Pädagogik : ein Konzept zur Umsetzung von Inklusion? / vorgelegt von Dagmar Hennecke
Verfasser/ VerfasserinHennecke, Dagmar
Begutachter / BegutachterinGasteiger-Klicpera, Barbara
Erschienen2015
Umfang131 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Montessori-Pädagogik / Inklusion <Soziologie> / Montessori-Pädagogik / Inklusion <Soziologie> / Online-Pulikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-91602 Persistent Identifier (URN)
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Montessori-Pädagogik [1.87 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen der Weltkonferenz „Pädagogik für besondere Bedürfnisse: Zugang und Qualität“ im Jahr 1994 forderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Salamanca-Erklärung das grundsätzliche Recht auf Bildung für jedes Kind und arbeiteten die notwendigen Schritte für eine Schule für alle aus. In Großbritannien wurde der Index für Inklusion als Leitfaden für die Umsetzung einer inklusiven Schule entwickelt und erstmals im Jahre 2000 veröffentlicht. Darin wurden Indikatoren definiert und Fragen erstellt, mit denen untersucht werden kann, inwieweit in einer Schule das Konzept der Inklusion bereits umgesetzt ist und welche Maßnahmen noch dafür gesetzt werden können. Bereits vor über hundert Jahren hatte Maria Montessori ein pädagogisches Konzept entworfen, das von sich aus schon viele inklusive Elemente beinhaltet. Die Forschungsaufgabe in dieser Masterarbeit war es daher, den Index for Inclusion mit den Grundsätzen der Montessori-Pädagogik zu vergleichen und zu untersuchen, wie diese in der pädagogischen Realität umgesetzt werden. Mittels leitfadengestützter ExpertInneninterviews wurden sechs Montessori-Pädagoginnen und -Pädagogen und sechs Regelschullehrerinnen und -lehrer über die Situation in ihrer Praxis befragt. Anschließend wurden die Gemeinsamkeiten herausgearbeitet und als Ergebnisse der Untersuchung dargelegt. Es hat sich weitestgehend bestätigt, dass die Grundelemente der Montessori-Pädagogik, wie Altersmischung und Heterogenität, Elternkooperation und ErzieherInnenverhalten, die vorbereitete Umgebung und die Freiarbeit sowie die Individualisierung, Förderung der Selbstständigkeit und die ganzheitliche Betrachtung einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung des Inklusionsgedankens leisten.

Zusammenfassung (Englisch)

As part of the World Conference on Special Needs Education in the year 1994 the participants adopted the Salamanca Declaration, which reaffirmed the right of education of every individual and worked out the necessary steps toward an education for all. In Great Britain the Index for Inclusion was developed as a guideline for establishing an inclusive school, which was first published in 2000. It defines indicators and poses questions, which help analyze to what degree a school has implemented the concept of inclusion and which measures are yet to be taken.More than a hundred years ago Maria Montessori had already developed a pedagogical concept, which implicitly contains many inclusive elements. The main research task of this thesis was it to compare the Index for Inclusion with the basic principles of the Montessori pedagogics and to investigate how these are being practiced in the pedagogical reality. Using guided expert interviews six Montessori educators and six schoolteachers were questioned about their situation in practice. The commonalities were carved out and the outcomes of the investigations presented. The results confirmed in large parts that the basic elements of Montessori-pedagogics such as mixed age groups, heterogeneity, cooperation with the parents and the teachers role, the prepared environment and autoeducation as well as the individualization, promotion of independence and the holistic approach contribute substantially to the idea of inclusion.