Titelaufnahme

Titel
"...und was machen wir mit den Armen?" : Herausforderungen und Chancen der Sozialberatung für obdachlose EU-Binnenmigrant/innen / vorgelegt von Elisabeth Gösweiner
Verfasser/ VerfasserinGösweiner, Elisabeth Maria
Begutachter / BegutachterinWrentschur, Michael
Erschienen2015
Umfang99 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Europäische Union / Binnenwanderung / Obdachlosigkeit / Sozialarbeit / Beratung / Österreich / Europäische Union / Binnenwanderung / Obdachlosigkeit / Sozialarbeit / Beratung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-91569 Persistent Identifier (URN)
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"...und was machen wir mit den Armen?" [0.76 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Seit der EU-Osterweiterung in den Jahren 2004 und 2007 ist in Österreich ein Anstieg obdachloser Menschen aus Osteuropa zu bemerken. Diese Entwicklung stellt eine Herausforderung für Politik, Gesellschaft und Soziale Arbeit dar. In dieser Forschungsarbeit werden die Lebenslagen obdachloser EU-Binnenmigrant/innen ermittelt und Herausforderungen und Chancen der Sozialberatung erarbeitet. Dazu werden Interviews mit Expert/innen in Wien und Graz geführt. Bestätigt werden kann, dass der Großteil der Klient/innen in den niederschwelligen Sozialeinrichtungen aufgrund von ökonomischen Ursachen migriert. Ihr Hauptanliegen ist es in Österreich Arbeit zu finden, um etwa die Existenz ihrer Familie zu gewährleisten und um normal wohnen zu können. Strenge rechtliche Rahmenbedingungen und Beschränkungen zum Sozialsystem verschärfen die Lage von Migrant/innen in finanziellen Notlagen. Die Betroffenen sind folglich gezwungen illegale oder prekäre Beschäftigungen einzugehen. Wenn diese Menschen alt oder krank sind, gibt es für sie keine staatlichen Hilfen. Weil die Situation in den Herkunftsländern aber noch schlimmer ist, sind die Betroffenen auf wenige Grundversorgungseinrichtungen in Österreich angewiesen. Einen Ausweg aus der Obdachlosigkeit bieten diese nicht. Aufgrund der heterogenen Bedarfslagen müssen Maßnahmen, die am Einzelfall ansetzen, wie die Sozialberatung, verstärkt werden. Individuelle Wohnprojekte, die die Eigenständigkeit der Migrant/innen fördern, stellen einen Lösungsansatz dar. Ob die Umstände für diese Menschen sozialer gestaltet werden können, hängt jedoch von politischen Entscheidungen ab.

Zusammenfassung (Englisch)

Since the EU-enlargement in the years 2004 and 2007 an increase of homeless people from Eastern Europe has been noticed in Austria. This trend is a challenge for policy, society and social work. Thus, this research shows the distresses of homeless people migrating within the EU and ascertains challenges and chances of social counselling. According to this, interviews with experts in Vienna and Graz have been conducted. This thesis confirms, that the majority of clients in low-threshold social services migrates due to economic reasons. The main concern is to find a job in Austria to make the existence of the family sure or to live in normal circumstances. Strict conditions in law and health and welfare system exacerbate the situation of migrants in financial distresses. Consequently, affected people are forced to enter unlawful or precarious employment. When these people are old or ill, they get no help from the state. The situation in their homeland is even worse and therefore they are dependent on the provision of basis supplies in Austria. But this provides no way out of homelessness. Because of heterogeneous needs, measures considering the individual case, like social counselling, have to be intensified. Individual housing projects which enforce the independence of homeless migrants offer a solution. It will depend on political decisions, if the circumstances for these people become more social.