Titelaufnahme

Titel
Die Rechtsstellung der nahen Angehörigen im postmortalen Bildnisschutzrecht / vorgelegt von Anja Katharina Temmel
Verfasser/ VerfasserinTemmel, Anja Katharina
Begutachter / BegutachterinSchummer, Gerhard
Erschienen2015
Umfang74 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Bildnisschutz / Angehöriger / Österreich / Bildnisschutz / Angehöriger / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-91004 Persistent Identifier (URN)
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Die Rechtsstellung der nahen Angehörigen im postmortalen Bildnisschutzrecht [0.36 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Recht am eigenen Bild gemäß § 78 UrhG schützt den Abgebildeten und, für den Fall des Todes dieses Abgebildeten, seine nahen Angehörigen vor einer unzulässigen Veröffentlichung oder Verbreitung des Bildnisses. Nach dem Tode des Abgebildeten kann dieser einen Eingriff in sein Recht am eigenen Bild nicht mehr geltend machen, da er mit dem Tod seine Rechtsfähigkeit verloren hat und somit nicht mehr Träger von Rechten und Pflichten - also Rechtssubjekt - sein kann. Wahrnehmungsberechtigt sind in einem solchen postmortalen bildnisschutzrechtlichen Fall die nahen Angehörigen des verstorbenen Abgebildeten. Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Frage nach der Rechtsstellung der nahen Angehörigen im postmortalen Bildnisschutzrecht. Die deutsche Lehre hat dazu einige Konstruktionsformen entwickelt, wie der postmortale Persönlichkeitsschutz und somit auch der postmortale Bildnisschutz, da dieser ein Persönlichkeitsrecht darstellt, in die geltende Zivilrechtsordnung eingeordnet werden kann. Die Rechtsstellung der nahen Angehörigen hängt von dieser dogmatischen Einordnung des postmortalen Bildnisschutzrechts ab. Konstruktionsformen sind die postmortale Teilrechtsfähigkeit, die subjektlosen Rechte, die allgemeine Rechtspflicht, die allgemeine Rechtssubjektivität, die Treuhänderthese sowie der Schutz des Verstorbenen über die eigenen Persönlichkeitsrechte der nahen Angehörigen. Für Österreich hält der OGH lediglich den Schutz über die eigenen Persönlichkeitsrechte der nahen Angehörigen und die Treuhänderkonstruktion für mögliche Lösungen nach der Frage der Rechtsstellung der nahen Angehörigen im postmortalen Bildnisschutzrecht.

Zusammenfassung (Englisch)

The right of the own effigy in accordance with § 78 UrhG protects the person depicted as well as the close relatives, if the person depicted will die, against an inadmissible publication or distribution of the effigy. After the death, the depicted person cannot assert his right on the own effigy, because the legal capacity gets lost after a persons death, so that there is no legal subject anymore. In this case the close relatives of the depicted person are the rightholders. This diploma thesis deals with the legal position of the close relatives concerning the postmortal protection of the personal effigy. The German academic lawyers developed construction forms of how to classify the posthumous personality rights, and therefore also the right of the own effigy, which is a personality right, in the current civil legal system. The legal positon of the close relatives depends on this classifying of construction forms. Construction forms are: the postmortem partial legal capacity, the subjectless rights, the generally legal duty, the generally legal subjectivity, the trustee hypothesis as well as the protection of the depicted person trough the own personality rights of the close relatives.