Titelaufnahme

Titel
If he or she can do it, so can I? : Wirkung sozialer Vergleiche auf das technische Selbstkonzept, die Selbstwirksamkeit und die technische Leistung auf Basis des Modells der selektiven Zugänglichkeit / Barbara Starzinger
Verfasser/ VerfasserinStarzinger, Barbara
Begutachter / BegutachterinCorcoran, Katja
Erschienen2015
Umfang126 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Sozialer Vergleichsprozess / Selbstbild / Selbstwirksamkeit / Sozialer Vergleichsprozess / Selbstbild / Selbstwirksamkeit / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-90953 Persistent Identifier (URN)
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If he or she can do it, so can I? [3.84 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Soziale Vergleichsprozesse spielen bei der Herausbildung der bereichsspezifischen Selbstkonzepte und der subjektiven Selbstwirksamkeit eine entscheidende Rolle und stehen mit Leistung in Beziehung. Das Modell der selektiven Zugänglichkeit (Mussweiler, 2003a) besagt, dass in Abhängigkeit der Ähnlichkeitseinschätzung einer Vergleichsperson selektiv Wissen zugänglich wird, wodurch sich die eigene Selbstbeurteilung an die Vergleichsperson annähert bzw. sich von ihr distanziert. Die Annahme, dass Vergleichsinformationen in Abhängigkeit des Fokus auf Unterschied bzw. Ähnlichkeit in gleicher Weise auf das technische Selbstkonzept, die technische Selbstwirksamkeit und technische Leistung wirken, wurde geprüft. In einer Online-Studie wurden eine Primingaufgabe für den Fokus (Ähnlichkeit vs. Unterschied) und ein Interview (technisch kompetenter vs. wenig kompetenter Vergleichsstandard) vorgegeben. Im Anschluss wurden Fragen zum technischen Selbstkonzept sowie zur technischen Selbstwirksamkeit beantwortet und technische Aufgaben bearbeitet. Die Daten von 393 Personen (265 Frauen, 128 Männer) gingen in die Analyse ein. Die Ergebnisse zeigen zwar, dass die Ausprägungen des technischen Selbstkonzepts, der Selbstwirksamkeit und der Leistung mit wahrgenommener Kompetenz der Vergleichsperson in Abhängigkeit der wahrgenommenen Ähnlichkeit eingehen, kausal konnte dies in dieser Studie aber nicht bestätigt werden. Es zeigt sich ein Geschlechtereffekt bei technischem Selbstkonzept, Selbstwirksamkeit und Leistung zugunsten der Männer. Weiterführende Analysen deuten darauf hin, dass es durch den Technikbezug der Studie zu einer Aktivierung eines Geschlechterstereotypes kam und dadurch die vorgegebenen Vergleichsstandards auf das technische Selbstkonzept und die Selbstwirksamkeit von Männern und Frauen unterschiedlich wirkten.

Zusammenfassung (Englisch)

Social comparisons play a decisive role in the development of area-specific self-concepts and self-efficacy beliefs and those concepts are predictive for future performance. The selective accessibility model (Mussweiler, 2003a) postulates that comparison activated selective knowledge about oneself depends on the perceived similarity of a standard. This activated knowledge determines if someone is assimilating the self-evaluation towards the comparison target or contrasts it. The assumption that information of social comparison depends on the comparison focus (i.e. focus on differences or on similarities) is influencing technical self-concept, self-efficacy, and technical performance in the same way as it influences self-evaluation was tested. During an online-study first the comparison focus (similarity or difference) was manipulated through a priming task. By way of comparison people had to read an interview about a technically competent or less competent comparison target. Subsequently, participants completed assessments about the technical self-concept, self-efficacy, and technical performance. The analysis comprised data from 393 participants (265 women, 128 men). The results suggest that the level of the technical self-concept, self-efficacy, and performance depends on the perceived competence of the comparison target in combination with the perceived similarity to this target. However, a causal relationship could not be confirmed. Gender differences for technical self-concept, self-efficacy and performance were significant. Additional analysis suggests that gender stereotypes were activated through the technical topic of the study. So, maybe the comparison targets acted differently to the technical self-concept and self-efficacy of men and women, because of the gender stereotype threat.