Titelaufnahme

Titel
Ansätze einer muslimischen Ökotheologie / eingereicht von Victoria Kober
Verfasser/ VerfasserinKober, Victoria
Begutachter / BegutachterinPrenner, Karl
Erschienen2015
Umfang77 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Islam / Umweltschutz / Islam / Umweltschutz / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-90949 Persistent Identifier (URN)
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Ansätze einer muslimischen Ökotheologie [1.04 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die islamische Ökotheologie gehört bei weitem nicht zu jenen islamischen Themen, die akademisch intensiv behandelt werden, oder gar die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Während der Qurān und insbesondere die Sunnah vielfältige Impulse und auch klare Vorschriften zum Umgang des Menschen mit der Natur enthalten, spiegelt sich dies im Allgemeinen kaum im Alltag der MuslimInnen wider, und auch im islamischen Recht wird dem Umweltthema nicht jener Stellenwert eingeräumt, der in Anbetracht der islamischen Quellen angemessen, und in Hinblick auf die gegenwärtige Umweltkrise auch dringlich geboten wäre. In dieser Arbeit wird daher die hohe theologische und kontextuelle Wichtigkeit des Themengebietes Islam und Umwelt hervorgehoben. Zunächst wird erläutert, wie der Qurān über die Natur spricht und in welchem Verhältnis er Natur und Mensch sieht, wobei die Rolle des Menschen als khalīfah im Zentrum steht. Außerdem werden ökologische Konzepte des islamischen Rechts vorgestellt und die Möglichkeit eines islamischen Umweltrechts als Teilgebiet des fiqh diskutiert. Schließlich werden grundlegende islamische Konzepte in Hinblick auf ihre Implikationen für das Umweltverhalten des Menschen betrachtet. Einige muslimische TheologInnen versuchten bereits, ausgehend von diesen Konzepten eine islamische Umweltethik zu entwickeln; ihre Ansätze werden in dieser Arbeit kritisch reflektiert. Inwiefern lässt sich aus Konzepten wie tawḥīd, taqwá, iḥsān, fiṭra oder ẓulm an-nafs tatsächlich eine Umweltethik ableiten? Es wird gezeigt, in welchen Kontexten sich diese Prinzipien als ökologisch wirksam erweisen und welche Rolle der Glaube an Gott in den gegenwärtigen ökotheologischen Ansätzen spielt.

Zusammenfassung (Englisch)

Islamic ecotheology is not amongst those Islamic topics that are frequently dealt with in academia or that attract public attention. While the Qurān and most notably the sunnah address nature in myriad ways and also contain clear rules on how to deal with the environment, this generally does not reflect in Muslims daily lives, nor do environmental issues occupy the space in Islamic law that would do justice to the Islamic sources, and that would be essential considering the present ecological crisis. Thus, this thesis highlights the theological and contextual importance of Islam and ecology. It explains how the Qurān talks about nature and how it portraits the relation between humans and nature, especially with reference to humans role as khalīfah. Furthermore, ecological concepts in Islamic law are introduced and the possibility of an Islamic jurisprudence of the environment as part of fiqh is discussed. Lastly, fundamental Islamic concepts are examined with regard to their implications for Muslims environmental behavior. Some Muslim theologians have tried to develop Islamic environmental ethics based on these concepts; this thesis critically analyzes their approaches. To what extent is it possible to deduce an environmental ethic from concepts such as tawḥīd, taqwá, iḥsān, fiṭra or ẓulm an-nafs? This thesis illustrates the contexts in which these principles prove to be ecologically effective and determines in what way belief in God is relevant to current ecotheological approaches.