Titelaufnahme

Titel
Der Einfluss einer Selbstwertbedrohung auf die selbst- und fremdbezogene Aufmerksamkeit / Ramona Goriup
Verfasser/ VerfasserinGoriup, Ramona
Begutachter / BegutachterinAthenstaedt, Ursula
Erschienen2015
UmfangVII, 102 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Selbstwertgefühl / Narzisstische Kränkung / Konzentrationsfähigkeit / Selbstwertgefühl / Narzisstische Kränkung / Konzentrationsfähigkeit / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-90815 Persistent Identifier (URN)
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Der Einfluss einer Selbstwertbedrohung auf die selbst- und fremdbezogene Aufmerksamkeit [1.7 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Es liegt in der Natur des Menschen seinen Selbstwert zu schützen, aufrecht zu erhalten und wenn möglich zu erhöhen, da ein hoher Selbstwert mit subjektivem Wohlbefinden und positivem Affekt zusammenhängt. Allerdings können selbstwertbedrohliche Situationen nicht immer vermieden werden. Das „mnemic neglect“ Modell erläutert, wieso Personen nach einer Bedrohung versuchen, positive selbstbezogene Informationen zu bevorzugen und negative zu vernachlässigen. Eine fMRI-Studie lässt vermuten, dass eine Selbstwertbedrohung (SWB) auch Auswirkungen auf Aufmerksamkeitsprozesse hat. Es zeigte sich nach einer SWB eine geringere Gehirnaktivität im ACC und im Thalamus, die für die Aktivierung und Steuerung der Aufmerksamkeit zuständig sind. Mit dieser Studie sollte untersucht werden, wie sich eine SWB auf die Aufmerksamkeit auf positive und negative, selbst- und fremdbezogene Eigenschaftswörter auswirkt. Es wurde erwartet, dass Personen, deren Selbstwert bedroht wird, eine geringere Aufmerksamkeit auf negative selbstbezogene Wörter zeigen als ohne Bedrohung. Zudem wurde vermutet, dass der allgemeine Selbstwert eine moderierende Wirkung auf die Aufmerksamkeit habe. Es wurden 120 Personen im Alter von 1838 Jahren getestet. Sie erhielten ein fingiertes positives oder negatives Ergebnis auf einen Intelligenztest und anschließend wurde die Aufmerksamkeit mit einem selbst konstruierten Test gemessen. Es wurden Wortreihen zu je fünf Wörtern präsentiert und die Pbn sollten angeben, ob das mittlere Wort richtig oder falsch geschrieben war. Die Ergebnisse zeigten, dass Personen nach einem negativen Leistungsergebnis auf positive Wörter aufmerksamer waren als auf negative, unabhängig davon, ob diese selbst- oder fremdbezogen waren. Weiters zeigte der allgemeine Selbstwert keine moderierende Wirkung auf die Aufmerksamkeit. Zusammenfassend bedeutet dies, dass Personen nach einer SWB ihre Aufmerksamkeitsressourcen eher auf positive Informationen lenken und negative versuchen zu vermeiden.

Zusammenfassung (Englisch)

It is in the nature of human to protect their self-esteem, to maintain and if possible to increase it. The reason for this is that a high self-esteem is related to subjective well-being and positive affect. However, self-worth threatening situations can not always be avoided. The "mnemic neglect" model explains why people after a threat prefer positive self-related informations and try to ignore negative ones. An fMRI study let to suspect that a threat of self-esteem also might affect attention. As a self-esteem threat resulted a lower brain activity in the ACC and in the Thalamus, both areas bring responsible for attentional processes. Therefore in the present study, I investigated if a self-esteem threat affects the attention of people towards positive or negative and self- or other- related adjectives. I expected that people whose self-esteem is threatened, show less attention to negative self-referred words than people without self-esteem threat. In addition, it was hypothesized that people with low general self-esteem attend less to self-referred adjectives than people with high self-esteem after a self-esteem threat. 120 people aged 18 - 38 years were tested. Participants were given a fictitious positive or negative feedback on an intelligence test and then, the attention was measured with a modified form of the Flanker task. In this task, series of five words were presented and the Pbn should indicate whether the middle word was spelled correctly or incorrectly. The results showed that people after a negative performance result were more attentive for positive words than for negative ones, regardless of whether they were self- or other-referent. Furthermore, the general self-worth showed no moderating effect on the attention. In summary, the study revealed that people tend to draw their attentional resources on positive information and try to avoid negative one, after a threat to their self-esteem.