Titelaufnahme

Titel
Natürlichkeit : ein regulatives Prinzip in Recht und Moral? / vorgelegt von Charlotte Reiff
Verfasser/ VerfasserinReiff, Charlotte
Begutachter / BegutachterinStrasser, Peter ; Hiebaum, Christian
Erschienen2015
Umfang211 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Natürlichkeit / Bewertung / Ethik / Natürlichkeit / Ethik / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-90525 Persistent Identifier (URN)
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Natürlichkeit [2.09 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wird eine Annäherung an das Konzept Natürlichkeit vorgenommen und untersucht, ob und in welcher Weise es für die Ethik Relevanz besitzt. Dazu ist es zunächst erforderlich, die Dimensionen der Natürlichkeit abzustecken. Denn hinter dem Begriff „Natürlichkeit“ steht nicht nur ein einziges Konzept, sondern man bezieht sich im Alltagsdenken und im philosophischen Diskurs auf sehr unterschiedliche und nicht deckungsgleiche Bedeutungen. Um dies zu verdeutlichen, werden Argumentationen, die sich in unterschiedlicher Weise auf Natürlichkeit beziehen, anhand von vier konkreten auch juristisch relevanten Beispielen aufgezeigt. Dabei wird klar, dass es bei Natürlichkeitsintuitionen häufig darum geht, eine tiefgreifende objektive Verankerung von Moral zu gewährleisten. In der Arbeit soll deshalb geprüft werden, ob und wie sich ein werthafter Naturbegriff in der Ethik verteidigen lässt. Ausgehend von zwei klassischen Positionen, die sich auf teleologische oder religiöse Prinzipien berufen, werden die aktuellen philosophischen Ansätze von Philippa Foot, Thomas Nagel, Ronald Dworkin und Derek Parfit besprochen. Ihre Bezüge zu einem werthaften Naturbegriff und einer unverrückbaren Grenzen in der Ethik werden skizziert. Schließlich werden grundlegende Aspekte der Positionen diskutiert und es wird darüber nachgedacht, welche Folgerungen sich für einen Gesetzgeber der Zukunft ergeben könnten, wenn man Natürlichkeit als ultimative Grenzziehung versteht.

Zusammenfassung (Englisch)

Whether something is “natural” or “unnatural” is of considerable importance for everyday thinking. Often what is natural is considered superior to what is artificial and moral evaluations are justified with their foundation in nature. This thesis examines the concept of naturalness and its relevance for law and ethics. Subsequent to an overview of uses of the concept in ethical controversies, the questions is raised, whether it can be used to establish an objective basis for morality. Starting from traditional teleological and religious arguments, the positions of four contemporary philosophers - Philippa Foot, Thomas Nagel, Ronald Dworkin and Derek Parfit are analyzed and discussed. Can naturalness or a theory of human nature as seen in neo-aristotelian positions, serve as an ultimative boundary especially when it comes to biotechnological developments?