Titelaufnahme

Titel
Soziale Nachhaltigkeit und architektonische Gestaltung : eine Analyse zum Einfluss baulicher Strukturen auf soziale Ressourcen im Wohnbau am Beispiel von sieben Grazer Stadtquartieren / Marie-Therese Sagl
Verfasser/ VerfasserinSagl, Marie-Therese
Begutachter / BegutachterinPrisching, Manfred ; Ple, Bernhard
Erschienen2015
UmfangXI, 398 S. : 2 Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Graz / Wohnungsbau / Nachhaltigkeit / Graz / Wohnungsbau / Nachhaltigkeit / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-90486 Persistent Identifier (URN)
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Soziale Nachhaltigkeit und architektonische Gestaltung [31.66 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Dissertation beforscht mittels einer quantitativen Bewohner/innenbefragung und qualitativen Expert/inneninterviews die Möglichkeiten der Einflussnahme von Architektur auf die Förderung sozialer Ressourcen als Teilindikator sozialer Nachhaltigkeit. Auf der Ebene von Stadtteilen bzw. einzelnen Wohnsiedlungen in Graz werden als soziale Ressourcen vorrangig Nachbarschaftskontakte und die Identifikation mit der Wohngegend untersucht. Die empirische Basis hierzu bilden 339 Face-to-Face-Interviews mit Bewohner/innen der betrachteten Quartiere (Geidorf, Gries, Murfeld, Ruckerlberg, Terrassenhaussiedlung, Triestersiedlung, Wienerbergersiedlung). Der weiteren Vertiefung der Ergebnisse dienen 16 leitfadengestützte Interviews mit Expert/innen aus Architektur, Sozialwissenschaft, Psychologie, der Bauwirtschaft und der öffentlichen Hand. Der Forschungsarbeit liegt nicht nur ein theoretisches Erkenntnisinteresse zu Grunde, vielmehr ist auch der Bezug zur Planungspraxis von Bedeutung. So soll hier zur Lösung und Vorbeugung von Problemen im Nachbarschaftsgefüge beigetragen und der Versuch unternommen werden, anwendungsorientiertes Wissen bereitzustellen. Dementsprechend konnte im Rahmen der Studie eine Liste mit baulichen Gestaltungselementen, die der Entstehung und Förderung sozialer Ressourcen und somit sozialer Nachhaltigkeit förderlich sind, erarbeitet werden. Hier steht eine qualitätsvolle Integration von flexiblen Kommunikationsräumen in eine tragfähige Primärstruktur im Vordergrund.Zentrales Ergebnis der Dissertation ist es ebenso, dass Architektur einen wesentlichen, aber nicht allein determinierenden Beitrag zu einer hohen sozialen Nachhaltigkeit im Quartier leisten kann. Weiters scheinen eine Abkehr von Sozialromantik und übersteigertem Gemeinschaftssinn der Bewohner/innen sowie die Möglichkeit zur Inanspruchnahme einer externen Begleitung im Bedarfsfall förderlich für die Entstehung eines nachhaltig guten Zusammenlebens zu sein.

Zusammenfassung (Englisch)

Via a quantitative survey of occupants and qualitative interviews with experts the thesis explores the influence of architectural design on social resources as an indicator of social sustainability. By using residential areas in Graz social resources primarily neighbourhood cohesion and place identity are examined. The empirical basis are 339 standardised face-to-face-interviews with occupants of the investigated districts (Geidorf, Gries, Murfeld, Ruckerlberg, Terrassenhaussiedlung, Triestersiedlung, Wienerbergersiedlung). For more detailed results 16 interviews with experts in architecture, social sciences, psychology, the building and construction industry and the public administration were analysed. The study does not only want to produce theoretical findings, but it should generate results for the usual planning practises. For instance, suggestions on prevention and solution of conflicts within a neighbourhood should be made. Accordingly a list with architectural elements which boost and strengthen social resources is formulated. At this point a high quality integration of flexible communication-areas into a stable primary-structure of the building is the most important element. Another finding of the study is that architecture can deliver an important, but not decisive contribution to high social sustainability in residential areas. In addition the renunciation of exaggerated social romanticism or overdone feelings of community between habitants as well as the offer of external support for workshop moderations could promote a socially sustainable community in urban quarters.