Titelaufnahme

Titel
Die Entwicklung des Ehegattenerbrechts vom römischen Recht bis zum geltenden Recht / von Tanita Blažej
Verfasser/ VerfasserinBlažej, Tanita
Begutachter / BegutachterinWesener, Gunter
Erschienen2015
UmfangVII, 66 Bl. : Zsfassungen (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Ehegattenerbrecht / Geschichte / Österreich / Ehegattenerbrecht / Geschichte / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-89943 Persistent Identifier (URN)
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Die Entwicklung des Ehegattenerbrechts vom römischen Recht bis zum geltenden Recht [0.85 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Zuge dieser Arbeit soll das Ehegattenerbrecht, dessen Wurzeln bis ins Römische Recht zurückreichen, genau betrachtet werden. Dabei liegt der Schwerpunkt der Diplomarbeit stets darin, wie sich das gesetzliche Ehegattenerbrecht entwickelt und verändert hat. Die Änderungen und Erweiterungen werden durch die einzelnen Epochen und Reformen erläutert. Im römischen Recht wurde für den Ehegatten noch kein gesetzliches Erbrecht vorgesehen. Auch zur Zeit des Mittelalters gab es für den überlebenden Ehegatten noch keine gesetzliche Erbfolge, ihm standen lediglich ehegüterrechtliche Ansprüche zu. Später, in der frühen Neuzeit, hat sich an der Situation zum Mittelalter nicht viel verändert. Allerdings entwickelten sich durch die ehegüterrechtlichen Ansprüche immer mehr Ansätze und Vorstellungen für ein Ehegattenerbrecht. Im 18. Jahrhundert wurde dem Ehegatten dann ein Erbrecht gewährt, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass keine Verwandten mehr vorhanden waren. Auch im ABGB 1811 wurde dem Ehegatten nur ein Fruchtgenussrecht zugesprochen. Erst mit der Teilnovelle 1914 entstand das gesetzliche Ehegattenerbrecht, wie auch das Vorausvermächtnis. Eine weitere Reform zum Erbrecht gab es im Jahr 1978, in dem es zur Einführung des Ehegattenpflichtteilsrechts kam. Zu einer weiteren Verbesserung kam es mit dem Erbrechtsänderungsgesetz 1989, in dem das Vorausvermächtnis auf das Wohnrecht erweitert wurde. Mit dem Familien-und Erbrechtsänderungsgesetz 2004 wurde das gesetzliche Erbrecht letztmalig geändert. Näher wird die geltende österreichische Rechtslage des gesamten Erbrechts des Ehegatten erörtert. Zum Schluss wird ein Rechtsvergleich mit der Schweiz und Deutschland vorgenommen. Hier kann man zusammenfassend anmerken, dass zwischen den Ländern viele Gleichheiten, allerdings auch einige Unterschiede bestehen. Abschließend ist zu sagen, dass es stets zur Besserstellung des Ehegattenerbrechts gekommen ist.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis performs a detailed examination of spousal inheritance rights, the roots of which reach back to Roman law. The focus of analysis centres on examining how statutory spousal rights of inheritance have developed and changed over the course of various eras and reforms.Legal rights of inheritance for spouses were not provided for in Roman law. Even during the Middle Ages, a surviving spouse had no statutory right of inheritance, but merely rights to marital property. Compared to the Middle Ages, circumstances during the early Modern Era had not changed significantly. Nonetheless, claims to marital property supported the development of a growing number of approaches and concepts concerning spousal inheritance rights. Spouses were granted inheritance rights during the 18th century, subject to the requirement that there were no other living relatives. Similarly, the 1811 version of the Austrian Civil Code subsequently only provided for a usufruct right for the surviving spouse. A statutory right of spousal inheritance, as well as preferential legacies, were first introduced with the partial reform of 1914. Additional reforms to inheritance law, which included the introduction of a forced share for surviving spouses, were implemented in 1978. Further improvements were made as part of the 1989 Inheritance Law Amendment Act, which expanded preferential legacies to include a right of residence. Statutory inheritance law was most recently modified as part of the Family and Inheritance Law Amendment Act of 2004.The current state of the law in Austria as regards spousal inheritance rights is discussed in detail, followed by a comparison of the state of the law in Switzerland and Germany. The results of this analysis show that, in general, there are many similarities between the countries but also quite a few differences.In conclusion, it is to be noted that this thesis revealed a constant trend toward the improvement of spousal rights of inheritance.