Titelaufnahme

Titel
Der Übergang in die Pension als Statuspassage : Arbeitsweltliche Bedingungen, subjektives Erleben und Bewältigung am Beispiel von betroffenen Industriearbeitern der voestalpine AG / Bettina Lipp
Verfasser/ VerfasserinLipp, Bettina
Begutachter / BegutachterinKolland, Franz
Erschienen2015
Umfang171 Bl. : Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Stahlarbeiter / Pensionierung / Bewältigung / Stahlarbeiter / Pensionierung / Bewältigung / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-89690 Persistent Identifier (URN)
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Der Übergang in die Pension als Statuspassage [0.68 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Stahlarbeiter der österreichischen voestalpine AG, die zwischen 2011 und 2014 in den Ruhestand traten, blicken zurück auf ihr Berufsleben und den eigenen Pensionsantritt. Der Einfluss der arbeitsweltlichen Bedingungen auf das subjektive Wahrnehmen der Pensionierung, die Übergangs-Bewältigung sowie die Veränderungen in der Zeit danach sind Gegenstand dieser Untersuchung. Verankert in soziologischen Grundfragen der Lebenslaufforschung, wird auf psychologische und ökonomische Aspekte der Pensionierung eingegangen und durch die Erschließung des Themenfelds „Arbeit und ältere Menschen“ ein weiterer Theorieschwerpunkt gebildet, zu dem auch das betriebliche Alternsmanagement gehört. Empirisch wird durch qualitative Interviews mit 5 betroffenen Arbeitern und 3 Experten eine Querschnittstudie durchgeführt, die hinsichtlich der Pensionierungsphase weit gefächerte Einflussfaktoren zeigt, die sich im Spannungsfeld zwischen den Erlebnisdimensionen des eigenen Älterwerdens unter Bedingungen der Schwerarbeit, betrieblichen Maßnahmen für ältere Mitarbeiter sowie ökonomischen, politischen, technologischen und sozialen Veränderungen bewegen.Konkrete Auswertungsergebnisse bestehen beispielsweise in der Erkenntnis, dass die fokussierten Arbeiter von einer klassischen Dreiteilung des Lebenslaufs ausgehen, jedoch eine Verunsicherung hinsichtlich der damit verbundenen Altersgrenze zeigen. Weiters wird das Arbeiten im Generationentandem als Maßnahme des betrieblichen Alternsmanagements abgelehnt, als Modell zur Einschulung jüngerer Mitarbeiter jedoch befürwortet. Die arbeitsweltlichen Bedingungen vor der Pensionierung nahmen in den Gesprächen einen signifikanten Stellenwert ein, was sowohl auf die erlebten Belastungen, als auch auf stark identitätsprägende Faktoren zurückgeführt wird. Die Entbindung von der Arbeitspflicht durch die Pensionierung wird von den Arbeitern begrüßt, der dadurch erlebte Verlust des männlich dominierten kollegialen Umfelds wird hingegen nur schwer hingenommen.

Zusammenfassung (Englisch)

Steelworkers of the Austrian voestalpine AG who retired between 2011 and 2014 look back on their careers and their transition into pension. The influence of the experienced working world conditions on the subjective perception of their retirement, the handling of the transition itself, as well as the changes in the subsequent period are subject of this study. Anchored in the basic sociological questions of life course research, this paper elaborates on the psychological and economical aspects of retirement, and also develops a theoretical focus on the subject of “labor and elderly people”, including corporate age management. Empirically, this paper uses qualitative interviews with 5 affected workers and 3 experts to carry out a cross-sectional study which shows a wide spectrum of influential factors that arise from within the areas of tension between the dimensional experience of ones own aging under conditions of hard labor, corporate measures for elderly workers, and economical, political and social changes.Specific evaluation results are comprised e.g. in the finding that the focused workers are aware of a trisection of life's course, yet show insecurity towards the associated age boundaries. Furthermore, working in generation tandems is rejected as a measure of corporate age-management but supported as a training-model for younger staff. An increasing differentiation within the labour force and the convergence towards the clerking staff becomes apparent. The working world conditions prior to retirement have been of great significance in the interviews which is affiliated to the experienced labour strains on one hand, and identity formative factors on the other hand. The release from the obligation to work due to retirement is welcomed by the workers, whereas the experienced loss of the male-dominated working environment is not accepted easily.