Titelaufnahme

Titel
Die internationale Zuständigkeit nach Art 7 Nr 2 EuGVVO bei Persönlichkeits-, Immaterialgüter- und Lauterkeitsrechtsverletzungen / vorgelegt von Philipp Assam
Verfasser/ VerfasserinAssam, Philipp
Begutachter / BegutachterinLurger, Brigitta
Erschienen2015
UmfangVIII, 70 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Gerichtliche Zuständigkeit / Gerichtliche Zuständigkeit / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-89597 Persistent Identifier (URN)
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Die internationale Zuständigkeit nach Art 7 Nr 2 EuGVVO bei Persönlichkeits-, Immaterialgüter- und Lauterkeitsrechtsverletzungen [0.69 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Eine der Hauptaufgaben des internationalen Zivilprozessrechts ist es, die gerichtliche Zuständigkeit zwischen Nationalstaaten aufzuteilen. Ansprüche aus unerlaubten Handlungen können gem Art 4 Abs 1 EuGVVO in dem Staat, in dem sich der (Wohn-) Sitz des Beklagten befindet oder wahlweise gem Art 7 Nr 2 EuGVVO vor dem Gericht des Ortes, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist oder einzutreten droht, geltend gemacht werden. Die offene Formulierung von Art 7 Nr 2 EuGVVO überlässt die konkrete Lokalisierung des Ortes, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist oder einzutreten droht, dem Rechtsanwender. Die Unsicherheit der nationalen Gerichte im Umgang mit dieser unionsrechtlichen Bestimmung führte dazu, dass der Europäische Gerichtshof die Lokalisierung in etlichen Vorabentscheidungsverfahren zu konkretisieren hatte. Vor allem Fragen im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Persönlichkeits- und Immaterialgüterrechtsverletzungen standen dabei im Mittelpunkt der Diskussion. Im Rahmen dieser Diplomarbeit soll erörtert werden, wo sich der Ort des schädigenden Ereignisses bei Persönlichkeits-, Immaterialgüter- und Lauterkeitsrechtsverletzungen lokalisieren lässt und ob bzw bejahendenfalls wie sich die Art und die Charakteristika des verletzten Rechtes auf die Bestimmung dieses Ortes auswirken. Ausgangspunkt der Analyse bildet die einschlägige Judikatur des Europäischen Gerichtshofs. Verschärft wird der Lokalisierungsvorgang durch den technologischen Fortschritt der letzten Jahrzehnte. Das alltägliche Verwenden des Internets als Kommunikationsmedium und die damit verbundene Verlagerung der Rechtsverletzungen auf eine schwer fassbare digitale Ebene schaffen neue Problemschwerpunkte und stellen eine zusätzliche Herausforderung für den Rechtsanwender dar. In dieser Arbeit soll auch geklärt werden, ob der Europäische Gerichtshof in seiner Rechtsprechung den Besonderheiten dieser neuen „Rechtsbühne“ ausreichend Rechnung getragen hat.

Zusammenfassung (Englisch)

One of the main functions of the law of civil procedure is to share out the jurisdiction between countries. Claims from illegal actions can be asserted according to Art 4 (1) in the state where the defendants place of residence is situated or either according to Art 7 (2) at the court of the place where the harmful event occurred or may occur. The open wording of Art 7 (2) leaves the localization of the place where the harmful event occurred or may occur to the user. The national courts insecurity when dealing with this provision of European Union law led to the European Court of Justice having concretized the localization in numerous provisional decision-making proceedings. The discussions main focus primarily consisted of questions connected to infringements of personality rights and intellectual property rights across national boundaries. This thesis aims to discuss where the place of harmful events in cases of infringements of personality rights, intellectual property rights and unfair trade practices can be localized and whether, or if so, how the infringed rights type and characteristics affect the identification of the place. The relevant judicature of the European Court of Justice constitutes the analysis starting point. However, the technological progress in the last decades has intensified the localization process. The daily use of the internet as a communication medium and the displacement of infringements on an elusive digital level connected to it create new problems and present an additional challenge for the user. This thesis also aims to clarify if the European Court of justice has taken account sufficiently of the particular features of its current legal situation.