Titelaufnahme

Titel
Entwicklung der Lesefähigkeiten innerhalb der zweiten Volksschulklasse / vorgelegt von Caroline Breyer
Verfasser/ VerfasserinBreyer, Caroline
Begutachter / BegutachterinGasteiger-Klicpera, Barbara
Erschienen2015
Umfang117 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Leseunterricht / Schuljahr 2 / Lesefähigkeit / Leseunterricht / Schuljahr 2 / Lesefähigkeit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-89522 Persistent Identifier (URN)
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Entwicklung der Lesefähigkeiten innerhalb der zweiten Volksschulklasse [1.84 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurde die Entwicklung der Lesefähigkeiten von SchülerInnen innerhalb der zweiten Klasse Volksschule untersucht. Ziel dieser Arbeit war es herauszufinden, ob in den Dekodier- und Leseverständnisfähigkeiten von 218 steirischen ZweitklässlerInnen Geschlechtsunterschiede sichtbar werden. Des Weiteren wurden mithilfe einer Varianzanalyse mit Messwiederholung die Entwicklungsverläufe von schwachen und guten LeserInnen untersucht, indem geprüft wurde, ob sich die verschiedenen Teilfertigkeiten im Verlauf der zweiten Klasse eher auseinander entwickeln oder eher angleichen. Im Zuge einer linearen Regressionsanalyse wurde geprüft, ob eine effiziente Worterkennung als zentrale Komponente für das Leseverständnis angesehen werden kann. Im Ergebnis zeigte sich, dass Mädchen und Jungen in Bezug auf ihre Dekodier- und Leseverständnisfähigkeiten als vergleichbar betrachtet werden können und parallele Leistungszuwächse während der zweiten Volksschulklasse aufweisen. Während schwache und gute LeserInnen hinsichtlich ihrer Dekodierfähigkeiten ähnliche Entwicklungsverläufe aufzeigten, wurde in der Entwicklung des Leseverständnisses eine sich öffnende Schere sichtbar. Es konnte zudem festgestellt werden, dass Dekodieren eine wichtige Voraussetzung für das Leseverständnis ist. Die Ergebnisse decken sich nur teilweise mit derzeit vorliegenden Befunden. Während in bisherigen Studien stets von einem Leistungsvorsprung der Mädchen und einer Scherenentwicklung zwischen guten und schwachen LeserInnen in beiden Teilkomponenten des Lesens berichtet wurde, konnten im Rahmen dieser Arbeit neue Erkenntnisse zur Leseentwicklung von SchülerInnen der zweiten Volksschulklasse gewonnen werden, die die Wichtigkeit eines differenzierten Leseangebots hervorheben.

Zusammenfassung (Englisch)

This study examined the development of the reading skills of students in the second grade of primary school. The aim of this study was to investigate whether there are visible gender differences in the decoding and reading comprehension skills of 218 Styrian second graders. Furthermore, using a variance analysis with reiterated measurements, the development process of both weak and strong readers was examined by testing whether the different sub-skills diverge or converge more during second grade. In the course of a linear regression analysis, a test was made to discern whether an efficient word recognition could be seen as a central component for reading comprehension. The results has shown that the decoding and reading comprehension skills of girls and boys can be considered comparable and that they exhibit parallel performance increases throughout the second grade of primary school. While weak and strong readers demonstrated similar developmental processes in terms of their decoding capabilities, a growing gap was visible in the development of reading comprehension. Simultaneously, it could also be shown that decoding was an important requirement for reading comprehension. The results obtained are only partially consistent with current findings. While previous studies have always reported a performance advantage of girls and the development of a gap between weaker and stronger readers in both subcomponents of reading, this study has shown new insights into the reading development of students of the second grade of primary school, affirming the importance of offering differentiated reading.