Titelaufnahme

Titel
Strategien für mehr Selbstbestimmung und Individualität : die Grundsätze des persönlichen Budgets und deren Modifikationen bei der Implementierung für Menschen mit geistiger sowie mehrfacher Behinderung / vorgelegt von Silke Schibernik
Verfasser/ VerfasserinSchibernik, Silke
Begutachter / BegutachterinRossmann, Peter
Erschienen2015
Umfang188 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) + CD-ROM ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Geistige Behinderung / Persönliches Budget / Geistige Behinderung / Persönliches Budget / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-89282 Persistent Identifier (URN)
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Strategien für mehr Selbstbestimmung und Individualität [2.59 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit konzentriert sich sowohl auf positive als auch negative Auswirkungen der Inanspruchnahme Persönlicher Budgets auf die Lebenssituation von Menschen mit geistiger sowie mehrfacher Beeinträchtigung. In Österreich existieren zum gegenwärtigen Zeitpunkt kaum Erkenntnisse über die Implementierung von Budgetansätzen, insbesondere wenn es diese Personengruppe betrifft. Ein Blick auf andere europäische Länder zeigt ein gegenteiliges Bild, da diesbezüglich auf eine Vielzahl von Erfahrungen zurückgegriffen werden kann.Die Basis der Untersuchung bilden einerseits Erfahrungen, die im Rahmen eines Best-practice Modells aus Deutschland vorliegen und andererseits die Evaluierung der Hintergründe für die restriktive Selektion von anspruchsberechtigten Personen, die in der Steiermark vorherrscht. Im Zentrum dieser qualitativen Studie steht die Befragung von zehn Expertinnen bzw. Experten, die aus unterschiedlichen Perspektiven den Einfluss der Gewährung Persönlicher Budgets auf den Lebensalltag von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung erörtern.Die Ergebnisse verdeutlichen, dass bei der Implementierung Persönlicher Budgets für Menschen mit geistiger sowie mehrfacher Behinderung eine durchwegs positive Bilanz gezogen werden kann. Von einer Intensivierung der Selbstbestimmung, der Individualität, der gesellschaftlichen Partizipation und der kommunikativen Prozesse von Budgetnehmerinnen und Budgetnehmern wird ungeachtet des Schweregrades ihrer Beeinträchtigung berichtet. Der Erfolg von Budgetansätzen hängt damit weniger mit individuellen Kompetenzen zusammen, als mit der Qualität der vorhandenen Assistenzmodelle.

Zusammenfassung (Englisch)

The present work focuses on both positive and negative effects of the use of Personal Budgets on the lives of people with intellectual and multiple impairments. In Austria, there is currently a lack of research regarding the implementation of budget approaches, especially when it comes to this particular group of people. A look at other European countries shows a different picture as these can resort to a variety of experiences. This investigation is based on data made available by a best-practice model from Germany and the evaluation of the reasons for the restrictive selection of eligible persons which prevails in Styria. In the focus of this qualitative study are interviews of ten experts who discuss from different perspectives the influence of the granting of Personal Budgets on the everyday life of people with intellectual disabilities. The results demonstrate that the implementation of Personal Budgets has consistently positive effects on the lives of people with intellectual and multiple handicaps. It is reported that people who have been granted personal budgets have been able to raise their self-determination, their amount of social participation, their communicative skills and their self-awareness, regardless of the severity of their impairment. This signifies that the success of personal budget approaches depends less on individual competencies than on the quality of available models of assistance.