Titelaufnahme

Titel
Formierung und Realisierung von Regeln im Kindergartenalltag / vorgelegt von Diana Tumbashyan
Verfasser/ VerfasserinTumbashyan, Diana
Begutachter / BegutachterinWustmann, Cornelia
Erschienen2015
UmfangVI, 92 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kleinkinderziehung / Kindergarten / Verhaltensregel / Kleinkinderziehung / Kindergarten / Verhaltensregel / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-89245 Persistent Identifier (URN)
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Formierung und Realisierung von Regeln im Kindergartenalltag [1.31 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Regulation des kindlichen Verhaltens und die Einübung grundlegender Regeln des Zusammenlebens stellt eine der zentralen Dimensionen frühkindlicher Erziehung dar. Insbesondere in der Kindergartenarbeit erlangt die Thematik der Regelsetzung und -durchsetzung immer größere Bedeutung. Die vorliegende Arbeit widmet sich diesem Gegenstand und behandelt aus diversen Perspektiven die Frage, wie (Verhaltens)Regeln im Kindergartenalltag aufgestellt, vermittelt und realisiert werden. Dabei setzt sie sich zum Ziel, auf eine analytische Weise einen vielfältigen Überblick über den Diskurs zu verschaffen, der die verschiedenen Dimensionen erzieherischer Einflussnahme in ihrer Angemessenheit und Unangemessenheit vermittelt. Besonderes Augenmerk wird auf den partizipativen Umgang mit Regeln und Grenzen gelegt, der sich vor allem in den pädagogischen Ansätzen, in den rechtlichen Regelungen der Kinderarbeit sowie im autoritativen Erziehungsstil widerspiegelt. Konträr dazu werden machtbestimmte Disziplinarmaßnahmen dargelegt, die im Gegensatz zur partizipativ-autoritativen Strategie weniger dazu beitragen, dass die Grenzsetzung und Freiheitsgewährung angemessen balanciert werden. Dieser facettenreiche Themenkomplex läuft schließlich auf die antinomische Fragen der Pädagogik hinaus, die nicht nur die paradoxe Struktur der Erziehung, sondern auch die Problematik der Wirksamkeit pädagogischer Intentionen aufzeigen. Obwohl bei der Abhandlung der gestellten Frage ermittelt wurde, dass es keine allgemeingültigen Methoden zur Beeinflussung des kindlichen Verhaltens gibt, werden das kindliche Autonomiebestreben und die damit einhergehenden Grenzüberschreitungen als ein wichtiges psychisches Grundbedürfnis aufgefasst, welches eine entwicklungsförderliche Funktion erfüllt. Letztlich hat die Berücksichtigung bzw. die Vernachlässigung dieser entwicklungspsychologischen Tatsache einen Einfluss darauf, auf welche Weise das Regelwerk im Kindergartenalltag formiert und realisiert wird.

Zusammenfassung (Englisch)

Regulation of childrens behaviour and putting basic rules for living together into practice is a key aspect of early childhood education. The issue of setting and enforcing rules is gaining increasing importance particularly within the realm of kindergarten. This study focuses on this subject and from various perspectives addresses the question of how (behaviour) rules are established, conveyed and realised within a kindergarten routine. One goal is to produce an analysis that provides a comprehensive overview of the discourse that encompasses the various aspects of the influences on education in terms of their suitability or inadequacy. A particular focus is the participatory approach to rules and boundaries that is reflected primarily in the pedagogical ideas, in the legal provisions of working with children and in the authoritative educational style. On the other hand, disciplinary measures based on force are presented; in contrast to participatory and authoritative strategies, such measures contribute less to creating an appropriate balance between setting boundaries and granting liberties. This multifaceted complex of topics ultimately raises the antinomic questions of pedagogy that reveal not only the paradoxical structure of education but also the issue of the effectiveness of pedagogical intent. Although addressing the questions raised has established that there is no universally applicable method for influencing the behaviour of children, autonomy of the child and the transgression of boundaries that goes along with that is essentially perceived as a vital and fundamental psychological need that fulfils a developmental purpose. Ultimately, consideration or disregard of these facts of developmental psychology has an impact on the ways in which the rules of kindergarten routines are formulated and realised.